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Christian Kircher – Geschäftsführer der Bundestheater-Holding – in seinem Büro.

Christian Kircher – Geschäftsführer der Bundestheater-Holding – in seinem Büro.
Foto: David Payr

Endlich: Die Theater sind wieder voll

Burgtheater
Wiener Staatsoper
Volksoper Wien

Bilanzpressekonferenzen langweilen. Sonst. Die der Bundestheaterholding nicht. Warum? Weil es – fast – nur gute Nachrichten gab.

Eigentlich hätte es eine Pressekonferenz über das Geschäftsjahr 2021/22 werden sollen – aber Christian Kircher, der Geschäftsführer der Bundestheater-Holding, machte einen kurzen Schlenker in die aktuelle Spielzeit und die gibt Anlass zu echter Freude: Fast 700.000 Besucher*innen haben die drei großen Theatertanker Staatsoper, Burgtheater und Volksoper seit Herbst besucht.

Im Detail: Das Burgtheater ist zu 64 Prozent ausgelastet, die Volksoper zu 75 Prozent und die Staatsoper ist zu 98 Prozent ausverkauft. Bedeutet in weiterer Folge: Die Holding fliegt auf Erfolgskurs und wird das geplante Budget erfüllen – wenn nicht sogar übererfüllen, wie im Falle der Staatsoper. (Sie verkaufte allein im Zeitraum Herbst bis Ende des Jahres knapp 300.000 Tickets)

Ich nenne es Zurück in die Normalität. Es ist ein Anknüpfen an die erfolgreichen Zeiten vor Corona.

Geschäftsführer Christian Kircher

Spannend auch, was im Hintergrund alles auf die Reise gebracht wurde: Etwa das neue Ticketing. „Es war das größte Organisationsprojekt der Bundestheater seit der Ausgliederung und ich bin sehr erleichtert, dass es so reibungslos abgelaufen ist“, so Christian Kircher. Insgesamt wurden dadurch fast 500.000 Euro an öffentlichen Geldern gespart. Auch nicht Nichts.

Baulich wurde ebenfalls viel renoviert oder neugestaltet: Der Teesalon der Wiener Staatsoper, die ehemaligen Arcadia-Räume saniert, die Fassade der Volksoper neu gesaltet und die Fenster und Türen im Burgtheater, sowie das Vordach des Akademietheaters saniert.

Nicht unwichtig, in Zeiten der Klimakrise: Der Gesamtenergieverbrauch der Bundestheater wurde um 22 Prozent reduziert. Photovoltaik am Burgtheater, der Volksoper und bei ART for ART umgesetzt. Christian Kircher: „An der Staatsoper sind wir noch in Planung und Gesprächen unter anderem mit dem Denkmalschutz, was dort umgesetzt werden darf.“

Trotz Einsparungen muss die Holding bei der Energie tiefer ins Tascherl greifen: Allein im Geschäftsjahr 21/22 fallen Kosten von 860.000 Euro an.

Und sonst? Ein Human Resource-Management für den Bundestheaterkonzern wird implementiert, 30 Lehrlinge gerade ausgebildet und eine Menge an technischem Personal gesucht. Aber dazu werden Sie in der BÜHNE demnächst mehr erfahren: Wir werden jene Jobs im Detail vorstellen, die dringend an Ihren Lieblingstheatern gesucht werden.

Zu den Spielplänen der Wiener Theater und Opernhäuser!

Atha Athanasiadis
Atha Athanasiadis
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