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Johannes Krisch voll in Action in seiner Rolle als Voss in Thomas Bernhards „Ritter, Dene, Voss".

Johannes Krisch voll in Action in seiner Rolle als Voss in Thomas Bernhards „Ritter, Dene, Voss".
Foto: Moritz Schell

Johannes Krisch im Porträt

Porträt

Er zählt ohne Zweifel zu den Größten der heimischen Theater- und Filmszene, von dessen Können nationale wie internationale Auszeichnungen Zeugnis geben.

  • Geboren am 18. 12. 1966 in Wien
  • Wohnort Wien

Werdegang

Wer ihn je selber auf einer Bühne erlebt hat, wie im Theater in der Josefstadt zuletzt als von Kritik und Publikum bejubelter „Bockerer“ oder als unheimlicher Arzt in Claus Peymanns Ionesco-Inszenierung „Der König stirbt“ in den Kammerspielen, weiß um die präzise Kraft, den leidenschaftlichen Furor, das bedrohliche Leise seiner darstellerischen Kunst. Johannes Krisch ist einer, der sich wahrhaftig verwandeln kann.

In seinem beruflichen Wirken war der Wiener zunächst Tischler, absolvierte dann eine Schauspielausbildung und wurde 1989, im Alter von 23 Jahren, Ensemblemitglied am Burgtheater, dem er bis 2019 angehörte. Im Laufe dieser 30 Jahre arbeitete er mit renommierten Regisseur*innen wie Jürgen Flimm, Claus Peymann, Michael Bogdanov, Ruth Berghaus, Leander Haußmann oder Hans Neuenfels zusammen und verkörperte große und wichtige Rollen der Theaterliteratur – von Bernhard über Nestroy, Shakespeare und Grillparzer bis hin zu Franzobel, Ibsen und Horváth. Regelmäßig war er auch bei den Salzburger Festspielen zu Gast, trat als Musiker in Erscheinung und sang beim Falco-Tribute-Konzert 2017 auf der Wiener Donauinsel.

2019 debütierte er im Theater in der Josefstadt als Weinberl in Nestroys „Einen Jux will er sich machen“ und blieb dem Haus seitdem erhalten. Es folgten Rollen in „Gemeinsam ist Alzheimer schöner“, „Der Bockerer“ und „Der König stirbt“ – in der nächsten Spielzeit wird man ihn als Ludwig in Thomas Bernhards „Ritter, Dene, Voss“ erleben können.

Arbeit in Film und Fernsehen

2021 übernahm er zudem von Andrea Eckert die Leitung der Raimundspiele Gutenstein.

Neben seiner Theaterarbeit hat sich Johannes Krisch auch als Film- und Fernsehschauspieler einen internationalen Namen gemacht. Götz Spielmanns Film „Revanche“ mit ihm in der Hauptrolle wurde für den Auslands-Oscar nominiert, Fatih Akins Drama „Aus dem Nichts“, in dem er den Verteidiger Haberbeck spielt, gewann als bester fremdsprachiger Film den Golden Globe, und für seine Darstellung des Serienmörders Jack Unterweger in Elisabeth Scharangs Biografie „Jack“ wurde er mit dem Österreichischen Filmpreis in der Kategorie „Beste männliche Hauptrolle“ ausgezeichnet.

Aktuell kam im August 2022 der Film „Märzengrund“ des jungen Regisseurs Adrian Goiginger („Die beste aller Welten“) mit Krisch in der Hauptrolle des Elias in die heimischen Kinos.

Johannes Krisch, seit 2017 Kammerschauspieler, ist mit Larissa Fuchs, Ensemblemitglied im Theater in der Josefstadt, verheiratet.

Nominierungen & Auszeichnungen (Auswahl)

2008 NESTROY: Nominierung Beste Nebenrolle für „Freier Fall“

2009 OSCAR: Nominierung Bester fremdsprachiger Film für „Revanche“

2016 ÖSTERREICHISCHER FILMPREIS: Beste männliche Hauptrolle für „Jack“

2018 GOLDEN GLOBE: Bester fremdsprachiger Film für „Aus dem Nichts“

Aktuelle Produktionen

In der Spielzeit 2022/23 ist Johannes Krisch in vier Produktionen im Theater in der Josefstadt zu sehen:

  • „Gemeinsam ist Alzheimer schöner“ (Regie: Alexander Kubelka)
  • „Der Bockerer“ (Regie: Stephan Müller)
  • „Der König stirbt“ (Regie: Claus Peymann)
  • Ritter, Dene, Voss“ (Regie: Peter Wittenberg)

Zu den Spielterminen im Theater in der Josefstadt!

Klaus Peter Vollmann
Klaus Peter Vollmann
Autor
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