Zum Inhalt springen

Das Opernstudio am Dach der Volksoper: Aaron-Casey Gould, Jasmin White, Stanislaw Napierala, Jaye Simmons, Maria Hegele, Rafael Salas Chía, Kamila Dutkowska

Das Opernstudio am Dach der Volksoper: Aaron-Casey Gould, Jasmin White, Stanislaw Napierala, Jaye Simmons, Maria Hegele, Rafael Salas Chía, Kamila Dutkowska
Foto: Barbara Pálffy

Die Zukunft neu und groß denken

Volksoper Wien

Welche Stücke kann man noch spielen? Wie eingefahren ist der Spielbetrieb? Im neuen Opernstudio arbeiten sieben Talente an ihrer Zukunft und an der des ganzes Genres.

Alles neu? „Nein“, sagt Maurice Lenhard, Leiter des neuen Opernstudios und Regisseur der „Dreigroschenoper“. „Wir erfinden die Institution des Opernstudios nicht neu, wir denken es nur breiter und wollen, dass die Künstler*innen lernen, zu hinterfragen und mitzubestimmen. Sie sind die Zukunft und sollen diese auch mitgestalten.“

Sieben Künstler*innen aus den USA, Polen, Deutschland und Spanien hat das Team der Volksoper in der kreativen Welt zusammengesammelt. Eytan Pessen fungiert als Vocal Coach. Neben Rollen im aktuellen Spielbetrieb wird das junge Kreativteam auch eigene Produktionen erarbeiten. Finanziert wird das Opernstudio der Volksoper im Übrigen von Immobilien-Entwickler und Kunstmäzen Christian Zeller, der auch das Südbahnhotel am Semmering revitalisiert. Ebendort wird auch die erste Produktion des Opernstudios zu sehen sein. Christian Zeller über sein Engagement: „Exzellenz und Nachhaltigkeit sind mir seit Beginn meiner beruflichen Tätigkeit ein großes Anliegen.“

Die Initiatorin des Projekts, Volksopern-Direktorin Lotte de Beer, freut sich: „Wo könnte man den Nachwuchs besser fördern als an einem Haus wie der Volksoper Wien, die mit ihrer Bandbreite an Repertoire ein unvergleichliches Angebot bereithält, junge Sänger*innen herauszufordern, aber auch ihre Impulse aufzunehmen und weiterzutragen. Das breit gefächerte Angebot des Opernstudios soll den teilnehmenden Künstler*innen die Möglichkeit geben, inmitten eines künstlerischen ‚safe space‘ persönlich zu wachsen: stimmlich, fachlich, musikalisch, schauspielerisch, aber auch individuell und menschlich.“ Und Volksopern-Geschäftsführer Christoph Ladstätter sekundiert: „Die Volksoper ist seit jeher eine Talenteschmiede und hat in ihrer langen Geschichte eine große Zahl internationaler Starsänger*innen hervorgebracht. Diese Tradition wollen wir fortsetzen und weiter ausbauen.“

Redaktion
Autor
Mehr zum Thema
  • Volksoper
    Queer Twist
    Im Juni feiert die LGBTQIA+ Community Lebensfreude und Widerstand. Und in der Volksoper wirft...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • GRAFENEGG FESTIVAL
    Große Stimmen: Piotr Beczała
    Der Ausnahme-Tenor Piotr Beczała wird am 16. August in Grafenegg auftreten. Ein BÜHNE-Gespräch.
    Von Atha Athanasiadis
  • GRAFENEGG FESTIVAL
    Große Stimmen: Asmik Grigorian
    Sie hat die Opernwelt im Eiltempo erobert. Asmik Grigorian ist der Rockstar unter den großen...
    Von Atha Athanasiadis
  • Kammeroper
    Szenen zweier Ehen
    Brandbeschleuniger Eifersucht. In den Einaktern „Lady Magnesia“ und „Zweimal Alexander“...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Wiener Staatsoper
    Was ist für Sie schön?
    Sie ist erst 26 und bereits nah dran am Gipfel der Opernwelt: Die aserbaidschanische...
    Von Atha Athanasiadis
  • Wiener Staatsoper
    Opernperle
    George Bizets Frühwerk „Die Perlenfischer“ ist ein musikalisches Meisterwerk voll großer...
    Von Atha Athanasiadis
  • MusikTheater an der Wien
    Unbefugte Eifersucht
    Geistreicher Schachzug. Regisseur Vasily Barkhatov verlegt Verdis „Stiffelio“ zu den Amish...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Volksoper
    Clemenza 4.0
    Die Milde als Machtmittel in einem System aus Korruption und Mord. Die Volksoper lässt ihr...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • "Manon" in der Wiener Staatsoper.
    Wiener Staatsoper
    Stück in einer Minute: Manon
    Ein Leben in Luxus wünscht sich die junge Manon – und genau das wird ihr zum Verhängnis. Das...
    Von Theresa Steininger
  • Volksoper
    Zarewitsch live gebastelt
    Mehr Poesie geht nicht: Steef de Jong inszeniert Lehárs „Der Zarewitsch“ mit live gezeichnetem...
    Von Atha Athanasiadis
1 / 12