Die Dreigroschenoper

Volksoper Wien

Die Dreigroschenoper

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Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildernnach John Gays The Beggar’s Operavon Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik)unter Mitarbeit von Elisabeth HauptmannWer am besten betrügt, gewinnt: Ganovenboss Macheath und Bettlerkönig Peachum (beides Unternehmer!) liefern sich einen Schäbigkeitswettbewerb vom Feinsten. Peachums Tochter Polly sieht sich aber nicht als Anlagekapital und heiratet Macheath aus Liebe. Die Hure Jenny rächt sich mit ihren Mitteln. Doch eine Welt, die nur die jeweils besseren Gauner belohnt, kann keine gute sein. Gnadenlos deckt Die Dreigroschenoper auf, was das Publikum nicht sehen will: Dass wir alle diejenigen sind, die diese Bösartigkeit stützen. 1928 ist es schon kalt in der bürgerlichen Welt, der Die Dreigroschenoper ihre Schlechtigkeit unverschnörkelt zeigen will. Die Gosse ist Folie, der dreckige Hemdkragen nur Kolorit. Und wird es nicht immer kälter? Maurice Lenhard und sein Team präsentieren diesen Klassiker als einen Kampf ums Überleben in einer kalten Welt: Wer noch kein dickes Fell hat, packt sich in dieser Lesart am besten so gut wie möglich ein gegen den Frost. Die Dreigroschenoper ist der erste Beitrag zur neuen Manifesto-Reihe der Volksoper Wien. Unter diesem Titel sind junge ebenso wie erfahrene Theatermacher:innen eingeladen, laut über Wie und Warum des Musiktheatermachens nachzudenken. Jedes künstlerische Team wird am Ende eine Neuproduktion und ein Manifest hinterlassen, auf die wir in weiterer Folge aufbauen.

Künstlerisches Team

Regie
Maurice Lenhard
Bühnenbild
Malina Raßfeld
Kostüme
Christina Geiger
Dramaturgie
Franz-Erdmann Meyer-Herder