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Christopher Lowrey M.), Jacquelyn Wagner (r.) und dem Arnold Schoenberg Chor.

Christopher Lowrey M.), Jacquelyn Wagner (r.) und dem Arnold Schoenberg Chor.
Foto: Monika und Karl Forster

Theodora von Georg Friedrich Händel

MusikTheater an der Wien
Ein Stück in einer Minute

Liebe, Flucht und Tod: Das Oratorium in drei Akten erzählt die tragische Geschichte einer christlichen Märtyrerin. Jetzt kommt „Theodora“ ans MusikTheater an der Wien. Eine Zusammenfassung.


Inhalt

Die Handlung spielt im alten Rom: Valens, der Stadthalter von Rom, lässt einen Festtag zu Ehren Jupiters aufrufen. Er beauftragt den Offizier Septimius, alle jene, die sich diesem widersetzen, in den Kerker werfen zu lassen oder mit dem Tod zu bestrafen.

Die Frühchristin Theodora weigert sich dem Gott Jupiter zu huldigen und kommt ins Gefängnis. Der Offizier Didymus verliebt sich in sie und schafft es mit Hilfe seines Freundes Septimius, Theodora zu besuchen. Didymus bietet ihr an, Kleider zu tauschen, um ihr zur Flucht zu verhelfen. Zunächst weigert sie sich und bittet ihn, sie mit dem Tod zu erlösen, gibt dann schließlich dem Angebot nach.

So tauscht sie mit Didymus Gewänder, es gelingt ihr die Flucht. Beim Versuch, ihren Geliebten zu befreien, wird sie gefasst. Am Ende gehen beide in den Märtyrertod.

Werkgeschichte

Der Komponist Georg Friedrich Händel begann mit den Kompositionen für das Auftragswerk des Theatre Royal in Covent Garden am 28. Juni 1749 und beendete es bis zum 31. Juli desselben Jahres. Die drei Akte schloss er jeweils am 5. Juli, 11. Juli und 17. Juli 1749 ab.

Aufführungsgeschichte

Erstmal aufgeführt wurde „Theodora“ am 16. März 1750 am Theatre Royal in Covent Garden (das heutige Royal Opera House). Die Uraufführung erwies sich als nicht erfolgreich: Zu Händels Lebzeiten wurde das Oratorium lediglich viermal gezeigt.

2022 kam „Theodora“ mit Julia Bullock und Joyce DiDonato am Royal Opera House in London auf die Bühne.

Der weltweit gefeierte Countertenor Bejun Mehta wird mit „Theodora“ in der Spielzeit 2023/24 sein Dirigentendebüt am MusikTheater an der Wien geben. Intendant Stefan Herheim inszeniert. Im BÜHNE-Interview verrät er: „Es ist neben ,Messiah‘ das einzige christliche Oratorium von Händel und nimmt in gewisser Hinsicht etwas vorweg, was erst mit Wagner wieder zur Sprache kommt: das innere Drama, wo alles, was Oper oder Musikdramatik ausmacht, einem inneren Kern dient und auch einen solchen hat.“

Zu den Spielterminen von „Theodora“ in der Halle E!

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