How to: Staatsoper
Sie haben noch nie eine Opern- oder Ballettvorstellung besucht? Sie waren noch nie in der Wiener Staatsoper? Gar kein Problem! Im Gegenteil – Sie müssen definitiv keine Expertin und kein Experte sein, um einen Opernabend genießen zu können. Alles, was nötig ist, ist Offenheit für Neues sowie Freude an Musik, Theater oder Tanz.
Es erwartet Sie das Zusammenspiel eines der besten (wenn nicht sogar DES besten!) Orchesters der Welt mit herausragenden Stimmen, Tänzerinnen und Tänzern, großen Dirigentinnen und Dirigenten, einem extrem beeindruckenden Chor, wunderbaren Kostümen, aufwendig gestalteten Kulissen und höchster Bühnentechnik-Präzision – zusammengefasst: eine völlig neue Welt voller Eindrücke und Emotionen mit hohem Suchtfaktor ...
Um Ihnen Ihr „erstes Mal“ so angenehm wie möglich zu gestalten, haben wir für Sie die wichtigsten Informationen sowie ein paar Tipps und Empfehlungen zusammengestellt. Viel Spaß und herzlich willkommen in der Welt der Oper und des Balletts!
1. Das Werk
Welche Oper eignet sich für einen ersten Besuch?
Das hängt natürlich ganz von den persönlichen Vorlieben ab, aber die Erfahrung zeigt, dass klassische Opern wie „La traviata“ von Giuseppe Verdi, „Tosca“ oder „La bohème“ von Giacomo Puccini und natürlich „Die Zauberflöte“ von Wolfgang A. Mozart oder auch George Bizets „Carmen“ besonders für einen ersten Opernabend geeignet sind.
Was ist, wenn ich den Inhalt einer Oper nicht kenne?
Sie benötigen keinen Opernführer, um eine Oper „kennenzulernen“. Auf der Website der Wiener Staatsoper finden Sie einen kompletten Überblick über alle Werke im Repertoire des Hauses. Dort können Sie den Inhalt in der Kurz- und Langversion, unterteilt nach einzelnen Akten, nachlesen und erfahren Wissenswertes zum Musikalischen wie zur Inszenierung. Auch das digitale Programmheft steht zum Download bereit. Bei allen Produktionen können Sie sich durch Szenenfotos klicken und in vielen Fällen gibt es einen Trailer, um einen besonders guten Eindruck von der Aufführung zu erhalten. Und: Hier finden Sie auch die exakte Dauer der Vorstellung sowie die Pausenzeiten. Interviews mit den Stars der jeweiligen Produktionen gibt es auf der BÜHNE-Homepage.
2. Der Termin
Auf der Website der Wiener Staatsoper finden Sie unter Kalender & Tickets den kompletten Spielplan bis Ende der aktuellen Spielzeit, nach Monaten sortiert. Suchen Sie Ihren Termin aus und klicken Sie auf die gewünschte Vorstellung.
3. Die Tickets
Wie komme ich zu Tickets?
Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um an Karten zu kommen: Entweder Sie kaufen die Karten online oder an unseren Theaterkassen oder Sie bestellen die Karten online vor.
Richtig kaufen – Punkt für Punkt:
Der Kauf von Eintrittskarten ist jeweils zwei Monate vor dem Vorstellungsmonat geöffnet: So kann man beispielsweise Karten für alle Vorstellungen im März ab 1. Jänner kaufen.
- Sie klicken auf der Website der Wiener Staatsoper einfach im Kalender auf die gewünschte Vorstellung, danach auf Tickets. Sie werden dann in den Ticketshop weitergeleitet.
- Hier müssen Sie sich einmalig registrieren und können in Folge über diesen Account in allen Bundestheatern Karten kaufen.
- Alternativ können Sie die Karten auch an den Bundestheaterkassen, die sich direkt in der Staatsoper – Eingang Herbert-von-Karajan-Platz/Ecke Ringstraße – befinden, erwerben.
- Vorbestellungen sind bis drei Wochen vor Verkaufsstart möglich. Sie können bei der Onlinevorbestellung Ihre gewünschte Preisgruppe und auch den Saalplanbereich auswählen. Noch vor dem offiziellen Verkaufsstart für den Monat erhalten Sie eine Information zu Ihrer Bestellung und zumeist eine Bestätigung Ihrer Sitzplätze.
- Gern können Sie bei der Bestellung aber auch alternative Termine angeben. Sollte ein Termin einmal besonders nachgefragt sein, kann so auf einen Ersatztermin ausgewichen werden.
Kann ich Karten zurückgeben, falls mir etwas dazwischenkommt?
Sollte Ihnen der Besuch einer Vorstellung nicht möglich sein, haben Sie die Option, Ihre Tickets anderen Gästen im Ticketshop über die Kommissionsbörse zum Wiederverkauf anzubieten. Bei erfolgreichem Wiederverkauf Ihrer Tickets erhalten Sie den Kaufpreis abzüglich einer Kommissionsgebühr von zehn Prozent (jedoch mind. drei Euro) erstattet.
4. Platzwahl
Wo sind die besten Plätze im Saal?
Diese Frage lässt sich nicht ganz leicht beantworten – es kommt darauf an, worauf Sie am meisten Wert legen. Akustisch sind tatsächlich die Parterre-Stehplätze, die hintersten Parkettreihen in der Mitte, sowie die Mittelloge und die Logen gegenüber der Bühne hervorzuheben. Wenn Sie bevorzugen, näher am Geschehen zu sein, sind die vordersten Parkettreihen oder aber Logenplätze in Bühnennähe in der ersten Reihe empfehlenswert.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei den Plätzen auf Balkon und Galerie Mitte optimal. Sollten Sie ausschließlich am Hörvergnügen und nicht am szenischen Geschehen auf der Bühne interessiert sein, so bietet sich Preisgruppe neun an. Diese Plätze sind zumeist stark sichteingeschränkt oder reine Hörplätze, dafür aber besonders günstig.
Was muss ich für einen Besuch in der Wiener Staatsoper anziehen?
Elegante Kleidung ist nicht notwendig, aber natürlich nicht verboten. Kleid, Rock, Hemd, Hose, Anzug, Sakko, Pullover – alles ist erlaubt. Viele Gäste kleiden sich gern chic für einen Vorstellungsbesuch, aber auch ein schlichtes Outfit ist vollkommen in Ordnung! Bei unvollständiger Kleidung (zum Beispiel Flipflops, Unterhemd als Oberteil oder sehr kurze Shorts) kann Ihnen ein Einlass verwehrt werden.
Wann ist Einlass ins Opernhaus und in den Saal?
Bei den meisten Vorstellungen ist der Einlass eine Stunde vor Beginn der Vorstellung. So bleibt genug Zeit für das Abgeben der Kleidung an der Garderobe, die Besichtigung der Feststiege und der Prunkräume im ersten Stock oder für einen Besuch in einem unserer Pausenbuffets.
Muss ich pünktlich zur Vorstellung kommen?
Hier lautet die Antwort: definitiv ja! Denn in der Wiener Staatsoper gibt es nach Beginn und während der Vorstellung keinen Einlass in den Saal, da dies die Vorstellung stören würde. Auch wenn Sie den Saal beispielsweise für einen Gang auf die Toilette oder ein Telefonat verlassen müssen, werden Sie leider erst in der nächsten Pause (sofern es eine Pause gibt) wieder eingelassen. Das gilt auch für ein etwaiges Zuspätkommen nach der Pause. Sie haben aber die Möglichkeit, die weitere Vorstellung bis zum Wiedereinlass auf Bildschirmen auf der Balkonebene mitzuverfolgen.
Gibt es in der Oper eine Garderobe?
Ja, selbstverständlich gibt es Garderoben. Aus Sicherheitsgründen ist das Abgeben von Mänteln, Jacken sowie sperrigen Gegenständen an den Garderoben sogar verpflichtend. Für Gäste im Parterre steht die große Garderobe bei den Eingängen an der Operngasse zur Verfügung. Auf dem Balkon und der Galerie gibt es jeweils eigene Garderoben. Als Logengäste können Sie Ihre Garderobe im Vorraum der Loge aufbewahren. Alle Garderoben sind kostenfrei.
Gibt es in der Oper Gastronomie?
Ja, es gibt in der Oper Gastronomie-Einrichtungen, betrieben vom Gastro-Partner Gerstner. Im Opernfoyer bei den Bundestheaterkassen (Eingang Herbert-von-Karajan-Platz) befindet sich das „Café-Bar-Aperitivo“. Es ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Vorstellungstagen bis 22.30 Uhr.
Bei regulären Abendvorstellungen sind mit dem Einlass auch die Pausenbuffets geöffnet. Sie können somit bereits vor Vorstellungsbeginn ein Getränk oder eine Kleinigkeit genießen. Wenn Sie einen Tisch mit Getränken und Essen für die Pause reservieren möchten, können Sie dies vor Vorstellungsbeginn am Buffet Ihrer Wahl oder bereits im Vorhinein über das Online-Reservierungstool machen. So sparen Sie sich die Wartezeit in der Pause und haben mehr Zeit, diese zu genießen. Sie finden unsere Pausenbuffets im ersten Stock im Gustav-Mahler-Saal, im Schwindfoyer, im Marmorsaal sowie bei der Galerie, im Logenfoyer und im Parterrefoyer.
Woher weiß ich, wann ich klatschen muss?
Das ist tatsächlich eine sehr gute Frage. Wenn Sie sich unsicher sind, dann am besten dann, wenn die Mehrheit klatscht. Das ist in jedem Fall am Ende der Vorstellung, kann aber auch am Ende eines Akts oder, als Zeichen der Begeisterung, am Ende einer besonders gelungenen Arie sein. Wichtig: NIEMALS in die Musik hineinapplaudieren.
Kann ich ein Programmheft kaufen und wie viel kostet es?
Ihr Programmheft – in deutscher oder englischer Sprache – können Sie beim Publikumsdienst erwerben. Das Programmheft kostet 7,50 Euro und bietet umfangreiche Lektüre zum Werk und zur Produktion sowie eine Beilage, in der die komplette Besetzung der jeweiligen Vorstellung mit Kurzbiografien angeführt ist. Der Besetzungszettel allein ist ebenfalls über den Publikumsdienste erhältlich und kostet 1,80€. Beim Publikumsdienst ist nur Barzahlung möglich.
Zusätzlich gibt es auch noch die Möglichkeit, Ihr Programmheft digital zu erwerben. Sie finden den Link dazu bei der jeweiligen Vorstellungsübersichten auf der Website.
Gibt es in der Staatsoper einen Souvenir-Shop?
Ja, es gibt einen Shop, im „Hamtil“ können Sie kleinere und größere Souvenirs sowie Bücher rund um Oper und Ballett kaufen, aber auch alle Programmhefte. Der Shop befindet sich direkt im Gebäude unter den Arkaden auf Seiten der Kärntner Straße und ist täglich von 10 – 18.30 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen finden Sie hier.