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Peter Simonischek war von 1999 bis 2023 Mitglied des Burgtheaterensembles und ab 2019 auch Ehrenmitglied des Burgtheaters.

Peter Simonischek war von 1999 bis 2023 Mitglied des Burgtheaterensembles und ab 2019 auch Ehrenmitglied des Burgtheaters.
Foto: Irina Gavrich

Ein Fest des Augenblicks: Gedenkmatinee für Peter Simonischek

Burgtheater

Am 5. November erzählen Kolleg*innen und Wegbegleiter*innen wie Regina Fritsch und Roland Koch im Akademietheater von persönlichen und künstlerischen Begegnungen mit Peter Simonischek – von „besonders kostbaren Augenblicken“.

„Ob nun Kunst oder nicht, eine Theatervorstellung ist ein zeitlich begrenztes Ereignis, die sich vor Publikum vollzieht. Sie hinterlässt nichts Konservierbares und auch nichts Materielles. Der Vorhang fällt, und die Erinnerung ist alles, was bleibt. Der Augenblick, in dem diese ‚Kunst‘ sich ereignet, ist flüchtig. Findet statt und geht vorüber. Das macht den Augenblick besonders kostbar“, sagte Peter Simonischek in einem im Jahr 2020 geführten Interview mit der BÜHNE. Erinnerungen an den im Mai 2023 verstorbenen Schauspieler, der seit 1999 zum Ensemble des Burgtheaters gehörte und seit 2019 auch dessen Ehrenmitglied war, gibt es viele. Unzählige. Einige davon finden am 5. November ihren Weg auf die Bühne des Akademietheaters. Wolfram Berger, Regina Fritsch, Dorothee Hartinger, Roland Koch, Michael König, Dörte Lyssewski, Barbara Petritsch und Christian Stückl werden an diesem Abend von persönlichen und künstlerischen Begegnungen mit dem großen Schauspieler erzählen – von „besonders kostbaren Augenblicken“.

„The Party“: Peter Simonischek
Foto: Matthias Horn
„The Party“: Peter Simonischek

„Als käme Fortinbras gerade vom Training“

Aus der Erinnerungsschatztruhe von Roland Koch: „Peter wäre der ideale AS-Roma-Trainer gewesen. Er sah nämlich, als ich ihn 1982 an der Schaubühne bewunderte, wie ein italienischer Nationalspieler aus und so trat er am Ende der fünfstündigen HAMLET-Inszenierung von Klaus Michael Grüber, mit einem wahnsinnig komplizierten Bruno Ganz in der Titelrolle, auch auf. Als käme Fortinbras gerade vom Training. Ich habe es geliebt. Mit dem wär ich sofort mitgegangen, aber er kannte mich noch nicht.“

Im Rahmen des Autor*innentheaters Kyjiw / Wien las Peter Simonischek im Februar 2023 den Text  „Birne“ des ukrainischen Dramatikers Andrij Bondarenko. „Birne“ ist kurz nach dem russischen Überfall im vergangenen Jahr als Teil einer Anthologie entstanden, die Texte über Bäume versammelt, nach denen russische Waffensysteme benannt sind.

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