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Zwei Epochen unter einem Dach: In der Wiener Staatsoper verbinden sich der Ringstraßen-Historismus die Architektur der 1950er Jahre.

Zwei Epochen unter einem Dach: In der Wiener Staatsoper verbinden sich der Ringstraßen-Historismus die Architektur der 1950er Jahre.
Foto: Julia Schilly

Die Wiener Staatsoper sperrt wieder auf - als Architektur-Museum

Wiener Staatsoper

Am achten Februar sperrt die Wiener Staatsoper wieder auf - und zwar als Museum. Bogdan Roščić ermöglicht Kunstinteressierten einen kostenlosen Rundgang durchs Haus am Ring.

Es ist ein Coup der besonderen Art. Gestern wurde der Lockdown für die Theater nochmals auf unbestimmte Zeit verlängert. Bestenfalls im März wird es auch in der Wiener Staatsoper Vorstellungen vor Publikum geben können. Da aber Museen mit voraussichtlich achten Februar aufsperren dürfen, wird auch die Staatsoper an diesem Tag ihre Türen wieder öffnen. Besucherinnen und Besucher, die an Architektur und bildender Kunst interessiert sind, können einen kostenlosen Rundgang machen. 

Während auf der Bühne immer die Themen der Gegenwart verhandelt werden, ist das Gebäude selbst ja eines der größten Museen der Stadt."

„Die Staatsoper hat eine nicht allen bekannte zweite Identität. Denn während auf der Bühne immer die Themen der Gegenwart verhandelt werden, ist das Gebäude selbst ja eines der größten Museen der Stadt", so Direktor Bogdan Roščić. Bei der Wiener Staatsoper handle es sich um ein einzigartiges Architektur-Museum gleich zweier Epochen: Des Ringstraßen-Historismus einerseits. Und, in weiten Teilen des Gebäudeinneren, der beim Wiederaufbau des Hauses entstandenen Architektur der 1950er Jahre.

280.000 Kunstinteressierte

In den Zeiten von Corona haben bis zu 280.000 Menschen pro Jahr dieses Denkmal eines knappen Jahrhunderts österreichischer Architektur-Geschichte besucht. Neben dem Bauwerk selbst gibt es auch die vielen ausgestellten Kunstwerke zu sehen. „Ich freue mich sehr, dass dies ab achten Februar, selbstverständlich unter den dann geltenden Auflagen, wieder möglich ist", zeigt sich Roščić erfreut.

Kostenloser Rundgang durch die Wiener Staatsoper

Während der für alle Kulturinteressierten besonders schweren Zeit des Lockdowns lädt die Staatsoper ihre Besucherinnen und Besucher ein, diesen Rundgang durch ihre Architektur- und Kunstschätze kostenlos in Anspruch zu nehmen.

Da am selben Tag auch der Handel öffnet, wird die Staatsoper ihr neu eröffnetes Opernfoyer dem Publikum wieder zugänglich machen. Dort befindet sich neben den Bundestheaterkassen auch der Shop. Die genauen Öffnungszeiten des Hauses sowie des Opernfoyers wird man dann jeweils tagesaktuell auf der Website der Wiener Staatsoper finden.

Zur Website der Wiener Staatsoper

Weiterlesen: Piotr Beczała über moderne Regie und die „Werther“-Premiere

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