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Foto: AshleyTaylor/Wiener Staatsballett

Das Opernball-Ersatzprogramm der Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper

Aus bekannten Gründen musste der Opernball auch heuer wieder abgesagt werden. Mehr als nur ein einfaches Ersatzprogramm sind jene Inszenierungen, die in dieser Woche in der Wiener Staatsoper zu sehen sind.


1. Kinder-Barbier

Der österreichische Schauspieler Andy Hallwaxx führt als Erzähler durch die gekürzte und mit neuen Zwischentexten versehene Handlung von Gioachino Rossinis „Il barbiere di Siviglia", Regisseur Grischa Asagaroff hat für das Große Haus (gespielt wird vor dem eisernen Vorhang) eine unterhaltsame und farbenfrohe Inszenierung geschaffen. Es singen – in deutscher Sprache – Ensemblemitglieder und Mitglieder des Opernstudios der Wiener Staatsoper.

Zu sehen u.a. am 24. Februar um 18 Uhr.

Der „Barbier" für Kinder in der Wiener Staatsoper.
Foto: Michael Pöhn
Der „Barbier" für Kinder in der Wiener Staatsoper.

2. Tosca

Seit 1958 ist die Attraktivität von Margarethe Wallmanns „Tosca"-Inszenierung ungebrochen. Viele namhafte Künstlerpersönlichkeiten verkörperten in dieser Regie und in genau diesen Kostümen bereits die von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica erdachten Figuren. Der Inhalt dieser ebenso leidenschaftlichen wie politisch brisanten Oper kann hier nachgelesen werden.

Zu sehen u.a. am 25. Februar um 19:30 Uhr.


3. Liebeslieder

In die Welt der Wiener Bälle entführen George Balanchines „Liebeslieder Walzer". Das 1960 mit dem New York City Ballet uraufgeführte Werk gehörte zwischen 1977 und 1991 zum festen Repertoire des Wiener Staatsballetts, in das es nun in einer Neueinstudierung zurückkehrt.

Wie zu einer ausgelassenen Schubertiade treffen sich vier Tanzpaare, Sängerinnen und Sänger sowie Pianisten auf der Bühne, die sich mit Johannes Brahms’ „Liebeslieder-Walzern" op. 52 und „Neuen Liebesliedern" op. 65 in einen Ballsaal verwandelt. Zunächst in elegant-verspielten Abendroben, dann in Ballettkleidern und Spitzenschuhen, entwirft Balanchine intime Portraits der Leidenschaft: „Im ersten Akt sind es die realen Menschen, die tanzen. Im zweiten Akt sind es ihre Seelen", so der Choreograph.

An diesem dreigeteilten Abend ist außerdem „Other Dances" von Jerome Robbins zu sehen, der Seite an Seite mit George Balanchine arbeitete. Zu sehen ist ein Chopin-Ballett, das aufs Schönste zeigt, was die russische Startänzerin Natalia Makarova einmal über den Choreographen sagte: „Robbins ist der romantischste aller modernen."

Außerdem Teil des Abends: „Concerto", das 1993 von der Lucinda Childs Dance Company in Lissabon uraufgeführt wurde und nun erstmals mit dem Wiener Staatsballett erarbeitet wurde. In der elementaren Verbindung von geometrischen Mustern, sich wiederholenden Bewegungsabläufen und Rhythmen entfaltet „Concerto" in kongenialer Partnerschaft mit Henryk M. Góreckis Concerto für Cembalo und Streicher eine hypnotische Wirkung.

Zu sehen u.a. am 26. Februar um 19:30 Uhr.

Wiener Staatsoper GmbH / Ashley Taylor © The George Balanchine Trust
Wiener Staatsoper GmbH / Ashley Taylor © The George Balanchine Trust

4. L'elisir D'amore

Es ist ein warmes, südliches Licht, in das Otto Schenk seine Liebestrank-Inszenierung taucht: Hier wird die Geschichte von Adina und Nemorino erzählt, die seit jeher zu Donizettis größten Erfolgen zählt. Mit liebevollem Blick entwarf der Komponist eine ironisierte Dorfidylle mit genau gezeichneten Typen, die er in ihrem Glück und Schmerz stets anrührend ernst nimmt. Als Adina ist Nina Minasvan zu sehen, den Nemorino gibt Juan Diego Flórez.

Zu sehen u.a. am 27. Februar.


Zum Spielplan der Wiener Staatsoper

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