Zum Inhalt springen

Cecilia Bartoli als Cleopatra in „Giulio Cesare in Egitto“.

Cecilia Bartoli als Cleopatra in „Giulio Cesare in Egitto“.
Foto: OMC - Marco Borrelli

Giulio Cesare in Egitto von Georg Friedrich Händel

Ein Stück in einer Minute

Händels barocke Heldenoper erwies sich schon bei ihrer Uraufführung im Jahr 1724 als Erfolg und steht immer noch auf den Spielplänen großer Opernhäuser. Die Popularität der Oper ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die komplizierte Liebesbeziehung zwischen Cäsar und Cleopatra bis heute beeindruckt. Wir haben die Oper zusammengefasst.

Inhalt

Nach der gewonnenen Schlacht von Pharsalos gegen Pompeo wird Giulio Cesare in Alexandra ein ausgelassener Empfang bereitet. Als ihm über Tolomeo das abgeschlagene Haupt des Pompeo präsentiert wird, freut er sich nicht, sondern ist empört. Pompeos Gattin Cornelia und der gemeinsame Sohn Sextus wollen den Mord rächen. Indessen träumt Kleopatra davon, Königin vom Ägypten zu werden, dafür muss sie jedoch ihren Bruder Tolomeo aus dem Weg schaffen. Dafür schließt sie sich den Racheplänen von Cornelia und Sextus an. Außerdem verlieben sich Kleopatra und Cesare in einander. Cesare entkommt bei einem Attentat, doch seiner Geliebten wird erzählt, dass er im Meer ertrunken ist. Das stimmt jedoch nicht, denn er konnte sich aus den Fluten retten. Tolomeo lässt Kleopatra gefangen nehmen, diese wird jedoch von Kleopatra befreit und zudem von Cesare zur Königin von Ägypten gekrönt. Am Ende ermordet Sextus Tolomeo, wodurch nun auch der Mord an Pompeo gerächt ist.

Entstehungsgeschichte

Für das Libretto bearbeitete Nicola Francesco Haym, der in den 1720er Jahren als Sekretär für die Londoner Opernakademie arbeitete und für zahlreiche andere Texte Händels verantwortlich ist, einen häufig vertonten Text von Giacomo Francesco Bussani mit gleichlautendem Titel. Die Oper wurde 1724 in London uraufgeführt und war ein unmittelbarer Erfolg. In der ersten Spielzeit kam sie auf dreizehn Aufführungen. Mit mehr als 200 Produktionen in vielen Ländern hat sich „Giulio Cesare in Egitto“ als die weitaus beliebteste Oper Händels in der Neuzeit erwiesen.

Zu den Spielterminen von „Giulio Cesare in Egitto“ in der Wiener Staatsoper!

Redaktion
Autor
Mehr zum Thema
  • Clemenza 4.0
    Die Milde als Machtmittel in einem System aus Korruption und Mord. Die Volksoper lässt ihr...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Zarewitsch live gebastelt
    Mehr Poesie geht nicht: Steef de Jong inszeniert Lehárs „Der Zarewitsch“ mit live gezeichnetem...
    Von Atha Athanasiadis
  • Mensch und Mythos
    Auch die Flucht vor Gläubigern kann eine Oper hervorbringen. „Der fliegende Holländer“ ist...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Max Emanuel Cencic hält sich an geschichtliche Tatsachen und besetzt alle Frauenrollen mit Sängern. Im Bild: der britische Countertenor Jake Arditti als Erissena.
    Historisch hysterisch
    „Drag Attack“ anno 1730. Fünf Countertenöre und ein Tenor übernehmen in Leonardo Vincis...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Mörderisches Mobbing
    Vom Outlaw zum Mörder. Alban Bergs „Wozzeck“ ist eine Blaupause des modernen Antihelden....
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Ultimatives Unglück
    Kindermordendes Monster oder feministische Ikone? Schon immer diente Medea als Projektionsfläche...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Karriere mit Lehre
    Das kommt dabei heraus, wenn das Kindermädchen „pirate“ statt „pilot“ versteht. Konfusion,...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • „L‘opera seria“ ist eine Coproduktion und wurde 2025 bereits an der Scala in Mailand gezeigt.
    Spätbarocke Seifenoper
    Verschollene Sänger, Primadonnen, deren Mütter sich in alles einmischen, ein Impresario, der mit...
    Von Klaus Peter Vollmann
1 / 12