Das Theater in der Drachengasse hat sich in der diesjährigen Ausgabe seines beliebten Nachwuchswettbewerbs einem aktuellen Thema verschrieben: Unter dem Titel „Die gestohlene Zukunft“ sollen angehende Theatermacher*innen, die erst am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen, ein Projekt einreichen und dabei die Chance bekommen, sich einer breiteren Öffentlichkeit in einer längeren Spielserie zu präsentieren. Heuer findet er zum 15. Mal statt.

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Dabei soll es um Geld, Schulden und ein Erbe gehen, das man sich nicht ausgesucht hat. Aber auch um Co2-Emissionen, um Klimafreundlichkeit und um die Auseinandersetzung zwischen Jung und Alt. Kurz: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“

Großer Anklang

Und der Aufruf zog an: Bis zum Einsendeschluss am 3. November 2022 nahmen 192 Theatermacher*innen teil. Alterstechnisch hatte der Wettbewerb eine weite Spannbreite: Das Durchschnittsalter der Teilnehmenden war 27 Jahre - der älteste Teilnehmer war 55, die jüngste 19 Jahre alt. Die Theaterformen der Einreichungen sind dabei ausgeglichen zwischen Sprechtheater und Performance, aber auch Objekttheater war dabei.

Aus den 53 eingereichten Projekten wurden vier für das Finale ausgewählt, wobei Regisseurin Karin Koller diesen Teams als Dramaturgin und Coach zur Seite steht.

10 Tage Theater

Ab 22. Mai 2023 werden an zehn Abenden die vier Kurzstücke aufgeführt. Am letzten Tag der Vorstellungen werden die zwei Sieger*innenprojekte vorgestellt, die zuvor mittels Publikumsabstimmung und Juryentscheid ermittelt wurden. Und auch das Preisgeld kann sich sehen lassen: Die Gewinner*innen des Publikumspreises erhalten 1.000 Euro. Der Jurypreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom Theater Drachengasse zur Verfügung gestellt, um das gekürte Sieger*innenprojekt für die Aufführung in der folgenden Saison weiter auszuarbeiten. Die Jury besteht heuer aus Marie Bues (Künstlerische Leiterin, Schauspielhaus Wien), Johanna Figl (Kuratorin für Theater, Tanz und Performance, Stadt Wien) und Andreas Fleck (Künstlerischer Leiter, WUK performing arts).

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Drachengasse
Die Produktion „ZU KÜSTEN oder: Wir standen uns die Beine in den Arsch".

Foto: Barbara Pálffy

15 Jahre Nachwuchsförderung

Den Nachwuchswettbewerb gibt es schon länger – In der Saison 2007/2008 hat die Drachengasse ihn zur Förderung innovativer Theatermacher*innen unter dem Motto "Ein Lob den dummen Frauen" ins Leben gerufen. Gestartet wurde mit dem Publikumspreis, ab der Saison 2011/12 gab es zusätzlich den Jurypreis, der mit einer abendfüllenden Ausarbeitung des ausgelobten Stückes in der darauffolgenden Saison verbunden ist. 

Und die Bilanz der letzten Jahre des Wettbewerbs lässt sich ansehen: Durch den Wettbewerb haben sich über die Jahre Arbeitsbeziehungen mit Künstler:innen und Gruppen ergeben, die einen ganz wesentlichen Teil des Programmes ausmachen oder ausmachten: das YZMA Theaterkollektiv, Sokola//Spreter und Pablo Lawall, Valerie Voigt, Isabella Sedlak, zak I zentrum für antidisziplinäre kunst, Dorn°Bering, Franz-Xaver Mayr und Korbinian Schmidt, Michael Schlecht und Léon Engler, Katharina Tiwald und Julia Kneussl.

Alle Infos zum 15. Finale des Wettbewerbs

Am 22. Mai 2023 findet um 20 Uhr die Premiere statt.

Weitere Vorstellungen und die Finalist*innen des heurigen Jahres:

24., 25., 30., 31. Mai sowie 1. bis 3., 6. und 7. Juni 2023, jeweils um 20:00 Uhr

Titanic oder wie tief kann man sinken - Hanga Balla, Lea Marlen Balzer, Anton von Bredow, Sarah Heinzel, Alicia Peckelsen, Pauline Stephan

Warum wurden wir in dieser lächerlich schönen Welt geboren und nicht in einer anderen? - Paula Kläy, Max Lamperti, Emma Meyer, Max Oravin, Alma Luise Rothacker, Ruben Sabel, Laura Schroeder, Guido Wertheimer, Basil Zecchinel

ZU KÜSTEN oder: Wir standen uns die Beine in den Arsch - Carolina Braun, Marie Eick-Kerssenbrock, Anna Suzuki, Laetitia Toursarkissian, Leni von der Waydbrink

anti.aging.apfel - Juli Mahid Carly, Julian Moritz, Sar Adina Scheer, Dominik Tippelt

www.drachengasse.at/