Zum Inhalt springen

Adrian Eröd spielt in „The Tempest“ den Zauberer Prospero.

Adrian Eröd spielt in „The Tempest“ den Zauberer Prospero.
Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

4 Fragen an Adrian Eröd

Wiener Staatsoper

„The Tempest“ wird an der Wiener Staatsoper wieder aufgenommen und spielt im Mai an vier Terminen. Adrian Eröd verkörpert Prospero.

1. Warum sollte man „The Tempest“ sehen?

Die Musik ist großartig, sehr farbig und abwechslungsreich – eher wie Benjamin Britten, ins 21. Jahrhundert weitergedacht. Die Produktion von Robert Lepage ist toll, die Besetzung unter der Leitung des Komponisten attraktiv, und die Vorlage von Shakespeare auch nicht gerade schlecht.

2. Was würden Sie auf eine Insel mitnehmen?

Natürlich meine Zauberbücher, um die magischen Inselgeschöpfe zu zähmen ...

3. Wie ist es, wenn man im Bühnenbild der Scala in der Wiener Staatsoper singt?

Nachdem ich meistens nach vorne spiele und singe, sehe ich ja wie gewohnt den Zuschauerraum der Wiener Staatsoper. Die verzerrte Spiegelung mit dem Blick in die Mailänder Scala ist für das Publikum aber hoffentlich spannend.

4. Wie angenehm ist es für Sie, in einer modernen Oper derart viele kantable Stellen zu singen?

Die Partie des Prospero ist (wie auch die anderen Partien) stimmlich sehr fordernd, Thomas Adès schreibt aber immer für die Stimme und nie gegen sie. Dadurch kann ich die kantablen Momente genießen und mich so immer wieder auf die nächsten vokalen Ausbrüche vorbereiten.

Hier zu den Spielterminen von The Tempest!

Atha Athanasiadis
Atha Athanasiadis
Autor
Mehr zum Thema
  • Clemenza 4.0
    Die Milde als Machtmittel in einem System aus Korruption und Mord. Die Volksoper lässt ihr...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Zarewitsch live gebastelt
    Mehr Poesie geht nicht: Steef de Jong inszeniert Lehárs „Der Zarewitsch“ mit live gezeichnetem...
    Von Atha Athanasiadis
  • Mensch und Mythos
    Auch die Flucht vor Gläubigern kann eine Oper hervorbringen. „Der fliegende Holländer“ ist...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Max Emanuel Cencic hält sich an geschichtliche Tatsachen und besetzt alle Frauenrollen mit Sängern. Im Bild: der britische Countertenor Jake Arditti als Erissena.
    Historisch hysterisch
    „Drag Attack“ anno 1730. Fünf Countertenöre und ein Tenor übernehmen in Leonardo Vincis...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Mörderisches Mobbing
    Vom Outlaw zum Mörder. Alban Bergs „Wozzeck“ ist eine Blaupause des modernen Antihelden....
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Ultimatives Unglück
    Kindermordendes Monster oder feministische Ikone? Schon immer diente Medea als Projektionsfläche...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Karriere mit Lehre
    Das kommt dabei heraus, wenn das Kindermädchen „pirate“ statt „pilot“ versteht. Konfusion,...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • „L‘opera seria“ ist eine Coproduktion und wurde 2025 bereits an der Scala in Mailand gezeigt.
    Spätbarocke Seifenoper
    Verschollene Sänger, Primadonnen, deren Mütter sich in alles einmischen, ein Impresario, der mit...
    Von Klaus Peter Vollmann
1 / 12