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Mehmet Ateşçi, Marcel Heuperman, Hanna Hilsdorf, Mavie Hörbiger, Franz Pätzold, Marie-Luise Stockinger und Florian Teichtmeister in Frank Castorfs Inszenierung von „Zdeněk Adamec" am Burgtheater.

Mehmet Ateşçi, Marcel Heuperman, Hanna Hilsdorf, Mavie Hörbiger, Franz Pätzold, Marie-Luise Stockinger und Florian Teichtmeister in Frank Castorfs Inszenierung von „Zdeněk Adamec" am Burgtheater.
Foto: Matthias Horn

Zdeněk Adamec von Peter Handke

Burgtheater
Ein Stück in einer Minute

In seinem Stück „Zdeněk Adamec" erzählt Peter Handke die Geschichte eines 18-jährigen Schülers, der sich aus Protest über den Zustand der Welt mitten in Prag das Leben nimmt. Eine Zusammenfassung.


Inhalt

In Humpolec, einer kleinen böhmischen Stadt zwischen Brünn und Prag, macht sich am 5. März 2003 der 18-jährige Schüler Zdeněk Adamec auf den Weg in die tschechische Hauptstadt. Auf dem Wenzelsplatz übergießt er sich aus Protest über den Zustand der Welt mit Benzin und zündet sich anschließend selbst an. Im Internet veröffentlicht Adamec einen Abschiedsbrief mit dem Titel „Fackel 2003".

Werkgeschichte

Die Tat des Zdeněk Adamec erinnert an jene des Studenten Jan Palach, der sich im Jahr 1968 – ebenfalls am Wenzelsplatz – aus Protest gegen die Okkupation der Tschechoslowakei durch sowjetische Truppen selbst verbrannte. Er nannte seine Aktion „Fackel No. 1“. „Zdeněk hat sich aus der Welt katapultiert, um zu protestieren gegen die Welt“, hieß es bei Handkes erster Beschäftigung mit der Figur in seinem Roman „Die Obstdiebin" von 2017. 

Aufführungsgeschichte

Die Uraufführung fand bei den Salzburger Festspielen und in der Regie von Friederike Heller statt. 2020 war das Stück dann erstmals in Deutschland, am Deutschen Theater Berlin, zu sehen.

Am Burgtheater Wien inszeniert Frank Castorf Handkes Stück. Auch 2022 ist es wieder auf der großen Bühne zu sehen. Es spielen Mehmet Ateşçi, Marcel Heuperman, Hanna Hilsdorf, Mavie Hörbiger, Marie-Luise Stockinger und Franz Pätzold.

Foto: Matthias Horn
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