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Claus Peymann führte Regie bei der Uraufführung.

Claus Peymann führte Regie bei der Uraufführung.
Foto: Lukas Gansterer

Publikumsbeschimpfung von Peter Handke

Burgtheater
Ein Stück in einer Minute

Mit diesem Skandalstück wurde Peter Handke über Nacht berühmt. Doch um was dreht sich das Sprechstück eigentlich und was bezweckt der Autor mit einer „Publikumsbeschimpfung“? Eine Zusammenfassung.


Inhalt

Vier Menschen betreten die Bühne und kündigen an: "Wir sprechen nur." Sie befassen sich mit etwaigen Befindlichkeiten des Publikums, Ziel ist es, das Theater selbst zu reflektieren. Erst im letzten Teil kommt es zur "Publikumsbeschimpfung", indem jenes mit Anklagen und Beschimpfungen beworfen wird. Dabei wird auch auf die Gräuel der Nazizeit und des Zweiten Weltkriegs eingegangen ("Ihr Kriegstreiber, ihr Untermenschen"). Danach wird den Zusehenden eine gute Nacht gewünscht und geklatscht.

Werkgeschichte

Sein 1966 uraufgeführtes Sprechstück ist Handkes Versuch, sich gegen bestehende Theaterformen aufzulehnen. Allen voran steht es in krassem Gegensatz zu Brechts Epischem Theater.

Handke interessiert vor allem die Reflexion über das Theater selbst und die Interaktion zwischen Publikum und Schauspielerinnen und Schauspielern. Der sprachliche Rhythmus des Stücks ist beeinflusst von der damals aufkommenden Beatmusik.

Das Typoskript des Werkes liegt mitsamt Anmerkungen und Verbesserungen im Literaturmuseum der Moderne in Marbach am Neckar.

Aufführungsgeschichte

Uraufgeführt wurde das Stück 1966 in Frankfurt am Main unter der Regie von Claus Peymann und Handke wurde quasi über Nacht berühmt.

2018 feierte Handkes Werk in Stuttgart und Berlin durch das Schauspiel Stuttgart Premiere. Am Stadttheater Klagenfurt war die Publikumsbeschimpfung erstmals 2008 zu sehen.

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