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Elena Hückel spielt die jüngere der beiden Schwestern in einer von Regisseur Moritz Franz Beichl aufgefrischten „Die Frau vom Meere“.

Elena Hückel spielt die jüngere der beiden Schwestern in einer von Regisseur Moritz Franz Beichl aufgefrischten „Die Frau vom Meere“.
Foto: Dielda

NESTROY 2026 – die Nominierungen: Bester Nachwuchs Schauspiel

Nestroy-Theaterpreis

Vorhang auf für junge Talente! Drei Schauspieler*innen sind in der Kategorie „Bester Nachwuchs Schauspiel“ nominiert.

Elena Hückel als Hilde in „Die Frau vom Meere“ von Henrik Ibsen, Neufassung von Moritz Franz Beichl, Uraufführung, Stadttheater Klagenfurt.

Sie ist die jüngere der beiden Schwestern in dieser von Regisseur Moritz Franz Beichl aufgefrischten „Die Frau vom Meere“. Ihr Schicksal ist es, von den Hauptfiguren in diesem Drama meistens ignoriert zu werden. Die 2001 in Salzburg geborene Elena Hückel schlägt gerade daraus ein Maximum an spielerischem Kapital. Es ist ein Vergnügen, ihre Gesichtszüge zu beobachten, wie sie ohne jede Berechnung auf die komplexen und tragischen Geschehnisse in ihrem Umfeld reagieren. Wie sie kindliche Empörung in sich aufsteigen lässt, vergessend, dass sie längst eine junge Frau ist. Ob freie Szene oder große Bühne: Elena Hückel ist die, die von der Seite kommt und einen mit wohlig-warmer Weirdness überrascht. Mögen wir noch viel von ihr sehen! – Martin Thomas Pesl

Foto: Klaus Engelmayer

Mino Dreier als Kemi in „Wolf“ von Saša Stanišić, Theater der Jugend/Theater im Zentrum.

In der Dramatisierung von Saša Stanišićs Jugendroman „Wolf“ am Theater der Jugend überzeugt Mino Dreier, der sein Schauspielstudium an der Schauspielschule Krauss 2025 abgeschlossen hat, in der Hauptrolle des Kemi, der sich als hipper Bursche aus der Großstadt spürbar als Fremdkörper in der Naturkulisse eines Feriencamps wiederfindet. Dabei vermag es Dreier in engem Zusammenspiel mit dem verschrobenen Underdog Jörg (Jonas Graber), sich zur glaubwürdigen Identifikationsfigur für das jugendliche Publikum zu mausern, ohne dabei in Klischees zu verfallen. Dass es eine ordentliche Portion Courage braucht, um Mobbingopfern beizustehen, macht dieser wichtige Theaterabend mehr als deutlich – und Mino Dreier gibt ein erfrischendes Role Model dafür ab. – Sonja Harter

Foto: Tommy Hetzel

Fabia Matuschek  als Lena und Flora in „Das Ferienhaus“ von Simon Stone nach Henrik Ibsen, Deutschsprachige Erstaufführung, Burgtheater.

Die 1998 in Linz geborene Schauspielerin fällt schon früh mit ihrem Talent auf. Noch während ihrer Ausbildung an der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien – bekommt sie Engagements im Theater der Jugend und im Wiener Burgtheater. In Simon Stones Familienepos spielt sie eine Doppelrolle. Als Enkeltochter Flora des tyrannischen pädophilen Familienoberhaupts bringt sie am Ende das Familienkonstrukt zum Einsturz. „Hat Opa das auch mit dir gemacht?“, fragt sie ihre Tante und konfrontiert in einem beklemmenden Monolog ihre Familie mit den jahrzehntelangen Lebenslügen und all ihren Konsequenzen. – Susanna Schwarzer

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