Musiktheater im Sommer: Die Highlights in Niederösterreich und im Burgenland
Zahlreiche Opern-, Operetten- und Musicalproduktionen werden heuer im Osten des Landes gezeigt. Von Klosterneuburg über Gars bis nach Mörbisch. Den großen BÜHNE-Überblick finden Sie hier.
NIEDERÖSTERREICH
In Baden steht in diesem Jahr u.a. die Operette „Der Vogelhändler“ auf dem Spielplan. Kaum ein anderes Werk vereint so mühelos ländliche Frische, Wiener Charme und feine Ironie mit Evergreens wie Carl Zellers Operette. Turbulent geht es auch im Stadttheater zu, wenn das Musical „Tootsie“ auf dem Spielplan steht. Der ehrgeizige, aber erfolglose Schauspieler Michael Dorsey (Dominik Hees) steht kurz vor dem Ende seiner Karriere. Als ihm niemand mehr eine Rolle geben will, greift er zu einem gewagten Trick: Er verkleidet sich als Frau, nennt sich ab nun Dorothy Michaels und wird über Nacht zum Musicalstar. Bis 29. August.
Wenn über den historischen Mauern der Burg Gars die Sonne langsam untergeht und das Waldviertel in magisches Licht taucht, entfaltet sich im Sommer 2026 eine der bewegendsten Opern der Musikgeschichte: Im Zentrum von Puccinis Werk „Madama Butterfly“ steht die Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, die voller Sehnsucht auf die Rückkehr ihres amerikanischen Ehemanns wartet. Was folgt, ist ein Opernhit von berührender Intensität. Von 11. Juli – 1. August 2026.
Im prächtigen Kaiserhof des Stiftes Klosterneuburg steht heuer Camille Saint-Saëns' „Samson und Dalila“ auf dem Spielplan. Themen wie Liebe, Macht und Verrat werden von herrlichen Melodien begleitet, wie unter anderem von Dalilas berühmter Arie „Mon cœur s'ouvre à ta voix“ oder der mitreißenden Bacchanal-Ballettszene. Als Samson und Dalila sind Kristian Benedikt und Publikumsliebling Margarita Gritskova zu erleben. Bis 1. August.
Nach dreißig Operettensommern bieten die Festspiele in Langenlois mit „Hello, Dolly!“ erstmals ein klassisches Musical. Der Horizont der musikalischen Komödien vor Schloss Haindorf wird damit um eine der populärsten „musical comedies“ überhaupt erweitert. Die Story um zwei kleine Angestellte aus der Provinzstadt Yonkers geht auf Johann Nestroys „Einen Jux will er sich machen“ zurück. Im Zentrum aber steht die Heiratsvermittlerin Dolly Gallagher Levi. Sie hält die Fäden in der Hand und bringt drei junge Liebespaare zusammen. Florian Hurler inszeniert das Musical in Langenlois. 23. Juli bis 8. August.
Unter der Intendanz von Nina Blum wird auf der Rundbühne vor der Rosenburg heuer eine Bühnenfassung der Kultkomödie aus Hollywood auf die Bühne gebracht. „Sugar – manche mögen's heiß“ ist eine musikalisches Stück, das in den Roaring Twenties spielt, dennoch am Puls der Zeit angesiedelt ist. „Unsere erste Gangsterkomödie erzählt mit viel Witz, Action und Romantik die Geschichte von der Suche nach dem persönlichen Glück. Sie ist voller überraschender Wendungen und unvergesslicher Momente“, sagt Nina Blum. Bis 9. August.
Nach den großen Erfolgen der letzten Jahre kehrt der Amstettener Musical Sommer 2026 mit einem neuen Publikumsmagneten zurück: „The Band“, das Feel-Good-Musical mit der Musik von Take That. Die Story von Tim Firth ist eine berührende und humorvolle Geschichte über fünf Freundinnen, die in ihrer Jugend von Take That schwärmten – und sich 25 Jahre später wiederfinden, um ihre gemeinsame Leidenschaft neu zu entdecken. Das Musical feiert die Magie der Musik und zeigt, dass es nie zu spät ist, Träume wieder aufleben zu lassen. Inszeniert von Intendant und Regisseur Alexander Balga. 16. Juli bis 16. August.
BURGENLAND
Mit seiner „Tosca“ sorgt Giacomo Puccini für eine musikalische Achterbahn der Gefühle – von Toscas ergreifendem „Vissi d’arte“ über Cavaradossis kraftvollem „Recondita armonia“ bis hin zu Scarpias düsteren Arie „Ha più forte sapore“. Ein Feuerwerk der Emotionen mit unvergesslichen Arien, die in der Felslandschaft des Steinbruchs St. Margarethen den perfekten Widerhall finden. Von 15. Juli bis 22. August.
Im Sommer 2026 kommt „La Cage aux Folles“, die weltberühmte Erfolgskomödie aus den 70ern, als Musical auf die Seebühne Mörbisch. Das einzigartige Theaterstück aus der Feder von Jean Poiret verwandelten Jerry Herman und Harvey Fierstein in einen Klassiker des Musical-Genres. Seit den 80ern erobert das turbulent-mitreißende Plädoyer für Toleranz, Gleichberechtigung und individuelle Freiheit im Musicalgewand die Bühnen der Welt, getreu dem Motto: „Ich bin was ich bin!“ In den Hauptrollen: Alfons Haider, Drew Sarich und Mark Seibert. Von 16. Juli bis 22. August.
„Wie im Himmel“, das Musical, das auf dem gleichnamigen schwedischen Film von Kay Pollak basiert, erzählt die Geschichte des Dirigenten Daniel Daréus, der nach einem Herzinfarkt in das Dorf seiner Kindheit zurückkehrt. Dort übernimmt er die Leitung des Kirchenchors und begeistert mit seinen eigenwilligen Methoden. Doch nicht jeder im Ort findet es gut, dass ein frischer Wind durchs Dorf weht und er gerät in Konflikt mit den festgefahrenen Strukturen. Inszeniert wird das Musical von Intendantin Marianne Resetarits. Von 14. bis 19. August.