Zum Inhalt springen

Kate Lindsey als die Musik / die Hoffnung / Echo und das Ensemble von L'Orfeo in der Wiener Staatsoper.

Kate Lindsey als die Musik / die Hoffnung / Echo und das Ensemble von L'Orfeo in der Wiener Staatsoper.
Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

L'Orfeo von Claudio Monteverdi

Wiener Staatsoper
Ein Stück in einer Minute

Monteverdi taucht in die griechische Sagenwelt ein und vertont die Geschichte um Orpheus und Eurydike. Sein Werk wird häufig als die erste Oper bezeichnet. Eine kurze Zusammenfassung, die gleichzeitig eine Auffrischung in griechischer Mythologie ist, lesen Sie hier.


Inhalt

Orfeo und Euridice sind glücklich verliebt und planen ihre Hochzeit. Doch das Glück wird jäh zerstört: Euridice stirbt durch einen Schlangenbiss. Orfeo will dies nicht akzeptieren und beschließt, seine Geliebte aus der Unterwelt zurückzuholen.

Um am Fährmann Charon vorbeizukommen, wendet er seinen allerschönsten Gesang an, der Charon einschlafen lässt. Proserpina bittet Pluto indessen aus Mitleid, Euridice gehen zu lassen. Orfeo darf sie also wieder mit in die Welt der Lebenden nehmen, jedoch nur unter der Bedingung, sich den ganzen Weg bis nach oben nicht nach ihr umzuwenden. Dies gelingt ihm nicht und Euridice muss für immer in der Unterwelt bleiben. Orfeo wird von seinem Vater Apollo in den Olymp geholt.

Slávka Zámečníková als Euridice und Georg Nigl als Orfeo in der Wiener Staatsoper.
Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
Slávka Zámečníková als Euridice und Georg Nigl als Orfeo in der Wiener Staatsoper.

Werkgeschichte

Diese Favola in Musica (eine Frühform der Oper) Monteverdis aus dem Jahre 1606/1607 erzählt frei die Geschichte um Orpheus und Eurydike aus der griechischen Sagenwelt. Manche bezeichnen L'Orfeo als die erste Oper im heutigen Sinne überhaupt. Das Libretto stammt von Alessandro Striggio, der einige Szenen einbaute, die nur für ein humanistisch gebildetes Publikum verständlich waren. Es ist eine Mischung aus Favola pastorale (Schäferspiel) und einer klassischen griechischen Tragödie.

Aufführungsgeschichte

Am 24. Februar 1607 wurde das Werk durch die „Accademia degli Invaghiti“ aufgeführt. Eine deutsche Neufassung schuf Carl Orff. Die erste Version dieser Fassung wurde 1924 am Nationaltheater Mannheim aufgeführt, die zweite endgültige dann in Dresden unter der Dirigentschaft Karl Böhms.

Zu den Spielterminen von „L'Orfeo“ in der Wiener Staatsoper!

Redaktion
Autor
Mehr zum Thema
  • Volksoper
    Queer Twist
    Im Juni feiert die LGBTQIA+ Community Lebensfreude und Widerstand. Und in der Volksoper wirft...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • GRAFENEGG FESTIVAL
    Große Stimmen: Piotr Beczała
    Der Ausnahme-Tenor Piotr Beczała wird am 16. August in Grafenegg auftreten. Ein BÜHNE-Gespräch.
    Von Atha Athanasiadis
  • GRAFENEGG FESTIVAL
    Große Stimmen: Asmik Grigorian
    Sie hat die Opernwelt im Eiltempo erobert. Asmik Grigorian ist der Rockstar unter den großen...
    Von Atha Athanasiadis
  • Kammeroper
    Szenen zweier Ehen
    Brandbeschleuniger Eifersucht. In den Einaktern „Lady Magnesia“ und „Zweimal Alexander“...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Wiener Staatsoper
    Was ist für Sie schön?
    Sie ist erst 26 und bereits nah dran am Gipfel der Opernwelt: Die aserbaidschanische...
    Von Atha Athanasiadis
  • Wiener Staatsoper
    Opernperle
    George Bizets Frühwerk „Die Perlenfischer“ ist ein musikalisches Meisterwerk voll großer...
    Von Atha Athanasiadis
  • MusikTheater an der Wien
    Unbefugte Eifersucht
    Geistreicher Schachzug. Regisseur Vasily Barkhatov verlegt Verdis „Stiffelio“ zu den Amish...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Volksoper
    Clemenza 4.0
    Die Milde als Machtmittel in einem System aus Korruption und Mord. Die Volksoper lässt ihr...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • "Manon" in der Wiener Staatsoper.
    Wiener Staatsoper
    Stück in einer Minute: Manon
    Ein Leben in Luxus wünscht sich die junge Manon – und genau das wird ihr zum Verhängnis. Das...
    Von Theresa Steininger
  • Volksoper
    Zarewitsch live gebastelt
    Mehr Poesie geht nicht: Steef de Jong inszeniert Lehárs „Der Zarewitsch“ mit live gezeichnetem...
    Von Atha Athanasiadis
1 / 12