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Markus Scheumann, Gunther Eckes, Bless Amada, Lilith Häßle und Alexandra Henkel in „Cyrano de Bergerac“ im Burgtheater.

Markus Scheumann, Gunther Eckes, Bless Amada, Lilith Häßle und Alexandra Henkel in „Cyrano de Bergerac“ im Burgtheater.
Foto: Nikolaus Ostermann

Letzte Chance: Diese Theaterstücke werden im Juni zum letzten Mal gespielt

Burgtheater
Theater in der Josefstadt
Volkstheater Wien

Die aktuelle Spielzeit ist zwar noch mit einigen spannenden Premieren gepflastert, trotzdem gibt es einige Stücke, die schon bald nicht mehr auf den Spielplänen stehen. Wir haben den Überblick.


Burgtheater

Am Ende Licht – 7. Juni, Akademietheater

Christine bricht vor einem Supermarktregal zusammen und stirbt. Mit ihrem Bericht vom exakten Moment ihres Todes beginnt das Stück des britischen Dramatikers Simon Stephens. Ab diesem Zeitpunkt beginnen Abschiede und Neuanfänge ineinanderzufließen – und auch die Unsicherheiten und Probleme der einzelnen Familienmitglieder verstricken sich zunehmend. alle Abgründe, die wir von anderen Stücken mit einer Familie im Zentrum kennen, werden benannt – aber etwas ist dennoch anders an diesem Stück: die Wärme, die Unaufgeregtheit, die Hoffnung und am Ende – die Aussicht auf Versöhnung, auf das Licht. „Theater als Empathiemaschine“ bringt es der Autor selbst auf den Punkt.

Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin – 18. Juni, Vestibül

Der Soldat landet im Rinnsal, die Papiertänzerin wird hoch in die Luft gewirbelt. In der Welt jenseits des Kinderzimmers warten sonderbare und gefährliche Begegnungen auf die beiden. Roland Schimmelpfennig, der meistgespielte deutschsprachige Gegenwartsautor, überschreibt in seinem neuen Kinderstück Hans Christian Andersens bekanntes Märchen „Der standhafte Zinnsoldat“. Die phantastische Reise reflektiert Fragen, die jedes Alter betreffen: Wie gehen wir miteinander um? Wie begegnen wir denjenigen, die anders sind als wir? Und was bedeutet Besitz? 

Ingolstadt – 18. Juni, Burgtheater

Der belgische Regisseur Ivo van Hove hat die beiden Stücke „Pioniere in Ingolstadt“ und „Fegefeuer in Ingolstadt“ zu einem Theaterabend zusammengezurrt. Ingolstadt verwandle sich dadurch, erklärt der Regisseur, zu einer „fast schon mythischen Provinzstadt“, in der sich in erster Linie junge Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben tummeln. Oder zumindest nach einem Notausgang, der sie aus der beklemmenden Kleinstadthölle hinausführt. Ivo van Hove, der unter anderem schon als „maximaler Minimalist“ bezeichnet wurde, hat einen starken Ensembleabend auf die Bühne des Burgtheaters gezaubert.

Sylvie Rohrer und Safira Robens in der Inszenierung „Die Troerinnen“.
Foto: Susanne Hassler-Smith
Sylvie Rohrer und Safira Robens in der Inszenierung „Die Troerinnen“.

Die Troerinnen – 23. Juni, Burgtheater

Die Schlacht ist geschlagen, aber der Krieg ist nicht vorbei. Troja ist gefallen, Rauchsäulen stehen über den Trümmern und die siegreichen Griechen bereiten sich auf ihre Abfahrt vor. Die trojanischen Frauen sind auf nichts als ihre Körper zurückgeworfen, angefüllt mit Erinnerung, mit wütendem Schmerz, versehrt, gezeichnet und klagend. Die australische Regisseurin Adena Jacobs stellt den gespenstischen Zwischenraum, den die Troerinnen bewohnen, ins Zentrum ihrer bilderreichen und schonungslosen Auseinandersetzung – und fragt darin ausdrücklich nach dem Schicksal weiblicher Körper im Krieg, nach dem weiblichen Körper als Kampfplatz.

Cyrano de Bergerac – 29. Juni, Burgtheater

Auf den ersten Blick die klassische Dreiecksgeschichte, bei genauerem Hinsehen jedoch von verdichteter Besonderheit: Cyrano liebt Roxane und sie seine poetischen Fähigkeiten. Er traut es sich ihr jedoch nicht zu sagen, da seine Nase überdurchschnittlich groß ist. Christian liebt Roxane ebenfalls und ist darüber hinaus auch noch wohlproportioniert. Allerdings hat die Sache einen Haken: er kann nicht dichten. Der britische Dramatiker Martin Crimp hat eine Neufassung von „Cyrano de Bergerac“ geschrieben, die sprachlich spektakulär ist und um zahlreiche Einflüsse aus Spoken Word, Hip-Hop und zeitgenössischem Diskurs erweitert. Lily Sykes bringt das Stück auf ebenso bunte wie musikalische Weise auf die Bühne.

Volkstheater in den Bezirken

Die Redaktion – 6. Juni

Bereits seit 2020 recherchieren die Journalist*innen des investigativen Magazins „Dossier“ über die OMV und ihren ehemaligen CEO Rainer Seele. Autor und Regisseur Calle Fuhr bringt nach „Heldenplätze“ (2021) mit „Die Redaktion“ nun erneut eine folgenreiche Investigativ-Recherche auf die Bühne. Inspiriert von Filmen wie „She Said“ und „Spotlight“ kreiert der gebürtige Düsseldorfer mit „Die Redaktion“ ein augenöffnendes Stück über Journalismus – und gleichzeitig einen Thriller über fragwürdige Vorgänge in den Chefetagen der österreichischen Politik und Wirtschaft. Es spielen unter anderem Gerti Drassl und Murali Perumal.

Redaktion
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