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Kommt am 7. Jänner 2024 wieder zurück auf den Spielplan der Staatsoper: Puccinis „La fanciulla del West“.

Kommt am 7. Jänner 2024 wieder zurück auf den Spielplan der Staatsoper: Puccinis „La fanciulla del West“.
Foto: Michael Pöhn / Wiener Staatsoper

La fanciulla del West von Giacomo Puccini

Wiener Staatsoper
Ein Stück in einer Minute

Puccinis selten gespielte Oper „La fanciulla del West“ ist in einem Goldgräberlager im Amerika des 19. Jahrhunderts angesiedelt. Am Ende siegt die Liebe und es ist Minnie, die die Sache in die Hand nimmt.


Inhalt

Die Oper beginnt in einer zu einem Goldgräberlager gehörenden Schenke mit dem Namen „Polka“. Dort ebenfalls anzutreffen: Sheriff Rance und Agent Ashby, die auf der Suche nach dem Räuber Ramerrez sind. Plötzlich taucht ein neuer Gast auf, der sich als Johnson aus Sacramento ausgibt. Eigentlich möchte er das Gold rauben, das die Goldgräber der Schankwirtin Minnie zur Aufbewahrung gegeben haben, doch als er die Wirtin sieht, verliebt er sich sofort in sie und vergisst seinen Plan. Sie verabreden sich für die Nacht. Ihr Treffen wird von drei Schüssen beendet. Aus Sorge wollte der Sheriff nach Minnie sehen – er vermutet, dass der Räuber bei ihr auftaucht.

Als Johnson Minnies Haus verlässt, trifft ihn eine Kugel und Minnie versteckt den Verwundeten bei sich auf dem Dachboden. Ein Bluttropfen verrät ihn jedoch. Minnie möchte die Sache mit einer Partie Poker klären. Auf einer Waldlichtung kommt es schließlich zum großen Showdown – Ramerrez scheint wieder entkommen zu sein und Ashby bringt den gefesselten Johnson zur Lichtung. Als ihm die Schlinge um den Hals gelegt werden sollt, nähert sich Minnie auf einem galoppierenden Pferd. Sie verkündet, dass sie zuerst Johnson und dann sich selbst töten wird. Vor Rührung überwältigt, lassen die Goldgräber die beiden ziehen.


Die Rolle der Minnie

Malin Byström über Minnie, die sie in der Wiener Inszenierung zum ersten Mal singen wird: „Ich finde ihre Lebensart sehr modern. Man hat das Gefühl, dass zwar alle Männer ein bisschen in sie verliebt sind, es aber ein Gentlemen’s Agreement gibt, sie zu respektieren. Sie ist alles für sie: Freundin, Lehrerin, Mutter, Schwester. Jack Rance ist der Einzige, der diese Abmachung bricht, und Minnie zeigt sofort und mit Kraft, dass das nicht in Ordnung ist. Bei all ihrer Stärke ist sie aber auch sehr zerbrechlich und hat viel Verlangen nach Liebe – und nach Bildung. Dass sie Bücher liebt und gerne liest, ist ein wichtiges Thema.“

Werkgeschichte

Die Uraufführung fand am 10. Dezember 1910 an der Metropolitan Opera in New York City statt. Die männliche Hauptrolle sang Enrico Caruso, den Part der Minnie Emmy Destinn. Im deutschsprachigen Raum steht die Oper verhältnismäßig selten auf dem Spielplan.

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