Der Nordstern am Theaterhimmel
Die Elbe mag zwar die Lebensader Hamburgs sein, die Lebendigkeit der Stadt resultiert jedoch vor allem aus ihrer vielfältigen Kulturszene. Hier kommen Musicalfans, Opern-Aficionados und Theaterliebhaber*innen auf ihre Kosten.
Hamburg ist die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die größte Stadt der EU, die keine Hauptstadt ist. Geht es nach der Hamburger Hip-Hop-Musikgruppe Beginner, ist die beliebte Hafenstadt außerdem „die Hälfte von zwei, die Schönste, die Nummer 1, das Gelbe vom Ei“.
Stadtteile wie St. Pauli und Altona sind weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Speicherstadt, HafenCity, Schanzenviertel und Außenalster locken Gäste aller Generationen in die Metropole. Zu den berühmtesten Töchtern und Söhnen der Perle des Nordens gehören unter anderem Karl Lagerfeld, Angela Merkel, Jan Delay und Johannes Brahms. Sie alle haben in der Stadt ihre Spuren hinterlassen, ebenso wie die Beatles, die am 17. August 1960 ihr erstes Konzert im „Club Indra“ im damals noch etwas raueren St. Pauli spielten. „Ich bin zwar in Liverpool geboren, doch erwachsen wurde ich in Hamburg“, brachte John Lennon seine Beziehung zur Hafenstadt auf den Punkt.
Die Lebensader Hamburgs ist die Elbe, die Lebendigkeit der Stadt speist sich jedoch vor allem aus ihrem vielfältigen kulturellen Angebot, das von temporeichen Boulevard-Komödien über Ballett bis hin zur großen Oper reicht. Mit Reisebüros wie Elite Tours und Columbus Reisen lassen sich auf unkomplizierte Weise Kulturtrips in die Stadt im Norden planen. Kurz: Hamburg ist ein Sammelbecken verschiedenster künstlerischer Ausdrucksformen – und längst nicht so regnerisch, wie gern behauptet wird.
NU MA BUTTER BEI DIE FISCHE
Die Hamburgische Staatsoper ist eine Oper von Weltrang: Von 1891 bis 1897 beschäftigte das Opernhaus Gustav Mahler als Ersten Kapellmeister, außerdem war Ausnahmesopranistin Montserrat Caballé der Stadt eng verbunden. Seit der Saison 2025/26 ist Tobias Kratzer Intendant des Hauses und bringt in dieser Spielzeit unter anderem eine Komposition der österreichischen Komponistin Olga Neuwirth zur Uraufführung.
Die renommierte Hamburger Ballettcompagnie wurde bis 2024 von John Neumeier geleitet. In seinen Werken verband er klassisches Ballett mit modernen, zeitgemäßen Formen. Wer die Elbphilharmonie besucht, wird nicht nur mit musikalischen Erlebnissen auf höchstem Niveau belohnt, sondern auch mit besonderem Architekturgenuss. Für die Gestaltung des Wahrzeichens zeichnet das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron verantwortlich. Auch Theaterfans kommen in Hamburg auf ihre Kosten. Das mehrmals zum Theater des Jahres gekürte Deutsche Schauspielhaus lockt unter anderem mit dem mehrfach ausgezeichneten Abend „Laios. ANTHROPOLIS II“ mit Publikumsliebling Lina Beckmann. Im Thalia Theater ist gerade die große Film- und Theaterschauspielerin Corinna Harfouch in einer Produktion über Hannah Arendt zu sehen. Wer sich für zeitgenössischen Tanz und experimentelle Theaterformen begeistert, ist auf Kampnagel bestens aufgehoben. Die ehemalige Maschinenfabrik hat sich als Kulturort für außergewöhnliche künstlerische Handschriften etabliert.
Schnelle Komödien, Boulevard und Musical gibt es unter anderem im St. Pauli Theater, dem ältesten Privattheater der Stadt. Im Allée Theater verbinden sich zwei Welten auf einer Bühne:
Es gibt Musiktheaterproduktionen für Kinder und in der Kammeroper vor allem Werke aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Im Frühjahr steht „Hoffmanns Erzählungen“ auf dem Spielplan. Darüber hinaus gilt die Hansestadt als Hochburg ebenso eindrucksvoller wie aufwendiger Musicalproduktionen. In „Der König der Löwen“ oder „Tarzan“ werden wahre Feuerwerke der Bühnenmagie entfacht. Damit sich Tarzan lässig durch die Lüfte schwingen kann, ist viel technische Finesse notwendig. Die Faszination ist ungebrochen – „Der König der Löwen“ feiert in diesem Jahr bereits sein 25. Jubiläum.
Wer auch tagsüber Lust auf Kultur hat, findet in Hamburg eine große Auswahl an Museen vor. Zu den bekanntesten gehören unter anderem die Hamburger Kunsthalle, die Deichtorhallenund das auch architektonisch beeindruckende Museum für Kunst und Gewerbe. Bei schönem Wetter ist die Perle des Nordens auch die perfekte Stadt, um ein bisschen Frischluft in die Lunge zu pumpen, schließlich verfügt die Stadt über sagenhafte 3000 Hektar Grünflächen – insgesamt sind das satte 14 Prozent der Gesamtfläche. Nu ma Butter bei die Fische: In Hamburg kommen sowohl Musicalfans als auch Freund*innen des Sprechtheaters auf ihre Kosten. Und sollte es vielleicht doch einmal kurz regnen, gibt es auch zahlreiche spannende Ausstellungen.
HOTELS
The Fontenay Hamburg
Im direkt an der Außenalster gelegenen Luxushotel trifft urbaner Lifestyle auf zeitlose Eleganz. Ein idealer Ausgangspunkt für eine ausgiebige Tour durch die Stadt am Wasser.
Fontenay 10
Hotel Atlantic
Seit 1909 übt das schlossähnliche Hotel eine besondere Anziehungskraft auf Besucher*innen aus. Udo Lindenberg ist der berühmteste Bewohner des eleganten Hauses.
An der Alster 72–79
Gastwerk Hotel
Ein ehemaliges Gaswerk ist Heimat und Namensgeber des gut durchdachten Hotels, das mit seinem modernen Interieur vor allem designaffine Besucher*innen anlockt.
Beim Alten Gaswerk 3
The Westin Hamburg
Hier geht es vor allem um die spektakuläre Aussicht. Im oberen Gebäudeteil der Elbphilharmonie befindet sich das Luxushotel mit großzügigem Spa- und Fitnessbereich.
Platz der Deutschen Einheit 2
RESTAURANTS
Restaurant Haerlin
Das mit drei Sternen ausgezeichnete Restaurant ist untrennbar mit dem Namen Christoph Rüffer verbunden. Fine Dining auf höchstem Niveau und immer überraschend.
Neuer Jungfernstieg 9–14
Jellyfish
Das im Schanzenviertel gelegene Restaurant punktet mit puristischem Interieur und raffinierten Speisen für Fans von kreativer Meeresküche – und für all jene, die es werden wollen.
Weidenallee 12
Edmondo
Ein Restaurant wie aus einem Film von Wes Anderson. Das „Edmondo“ überzeugt jedoch nicht nur optisch, sondern auch kulinarisch, etwa mit Pasta und neapolitanischer Pizza.
Hohe Bleichen 17