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Die Eltern vor der Bühne – die Kinder dahinter. Mina, Fanny, Tobias, Karl-Erik, Flora und Julian werkstätte des Theaters in der Josefstadt, wo vor allem Fächer und Federboas (u.) großen Anklang fanden.

Die Eltern vor der Bühne – die Kinder dahinter. Mina, Fanny, Tobias, Karl-Erik, Flora und Julian werkstätte des Theaters in der Josefstadt, wo vor allem Fächer und Federboas (u.) großen Anklang fanden.
Foto: Andreas Jakwerth

Abenteuer backstage!

Theater in der Josefstadt
Hinter den Kulissen

Wohin mit dem Nachwuchs? Diese Frage beschäftigt bühnenaffine Eltern oft mehr als die Wahl des Stücks. Die Josefstadt bietet an zwei Nachmittagen im Monat kreative Obhut an. Ein Theater für die ganze Familie.

Vorhang auf: Spiel und Spaß. Damit auch Mamas und Papas oder beherzte Großeltern nicht auf ihr hehres Theater-vergnügen verzichten müssen, hatte Christiane Huemer-Strobele, Marketingdirektorin im Theater in der Josefstadt, schon vor einem Vierteljahrhundert eine grandiose Idee, die es nach pandemie-bedingter Pause nun wieder verstärkt ins Bewusstsein zu rücken gilt: An zwei Nachmittagen pro Monat kümmern sich versierte Theaterpädagog*innen um die Kinder, basteln mit ihnen, animieren sie zu Verkleidungen, besuchen die Kostüm-abteilung oder werden bei den Make-up-Artists vorstellig.

Eine der Betreuer*innen ist Katharina Jäger, hauptberuflich Kunsttherapeutin und Kunstpädagogin – und als solche für Vermittlung und Konzeption im Zoom Kindermuseum zuständig. Zudem gestaltet sie freie Projekte für Kinder und Jugendliche und ist von Anfang an auch bei diesem speziellen Theaterangebot dabei. „Wir haben schon eine ganze Generation von jungen Menschen durch das Theater begleitet“, erklärt sie beim Lokalaugenschein in der Josefstadt. Sechs hoch motivierte Kinder sind an diesem Nachmittag gekommen, bis zu zehn dürfen es sein.

„Hauptsächlich bauen oder basteln wir gemeinsam etwas. Heute zum Beispiel hat jedes Kind einen Zauberstab gestaltet, es können aber auch Marionetten oder kleine Bühnenräume sein. Manchmal gehen wir aber auch ins Freie und machen Riesenseifenblasen.“ Das komme auch auf die jeweilige Länge des Stückes an, auf die Teilnehmerzahl und das Alter der Kids. Nach diesen Parametern bereitet Katharina Jäger – an diesem Tag unterstützt von Sohn Noah – oder eine ihrer beiden Kolleginnen den Nachmittag vor. „Manchmal integrieren wir auch thematische Bezüge zu den Stücken, die die Eltern gerade sehen. Das muss aber nicht sein, denn viele sind für die Kinder auch zu kompliziert. Für mich ist noch immer spannend zu sehen, wie individuell die Kinder sind.“ Das zeigt sich auch an den entstandenen Zauberstäben, die von Zuckerstangen genauso inspiriert sein können wie von glitzernden Feenwelten oder – in einem Fall – vom Leben im Wald.

Die Materialien dafür sind ebenso kostenlos wie eine kleine Jause, die für die Kinder vorbereitet wird.

Besonders anziehend

Nach dem Basteln geht es in die Kostümabteilung des Theaters, wo vorhandene Kleidungsstücke und illustrierte Entwürfe für staunende Augen sorgen. Am meisten faszinieren die kindlich-fantasiereichen Gemüter aber Spitzenfächer und Federboas. Mit diesen gelingt es vortrefflich, selbst theatralisch initiativ zu werden. „Das Gebastelte dürfen die Kinder natürlich mit nach Hause nehmen“, so Katharina Jäger abschließend. Was auch bezaubert angenommen wird.

Foto: Andreas Jakwerth
Zur Person: Kostenlose Kinderbetreuung

für Kinder von 4 bis 10 gibt es seit bereits 25 Jahren während ausgewählter Nachmittagsvorstellungen im Theater in der Josefstadt und in den Kammerspielen. Die Termine finden sich im Spielplan, eine Anmeldung ist erforderlich unter [email protected], Tel.: 01/427 00-300, oder an den Theaterkassen.


Zum Spielplan im Theater in der Josefstadt!

Klaus Peter Vollmann
Klaus Peter Vollmann
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