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Thomas Köck adaptierte Sophokles Original für „Antigone, ein Requiem“ am Burgtheater.

Thomas Köck adaptierte Sophokles Original für „Antigone, ein Requiem“ am Burgtheater.
Foto: M. Horn/Burgtheater

Antigone von Sophokles

Burgtheater
Theater in der Josefstadt
Volkstheater Wien
Ein Stück in einer Minute

Der mythische Stoff um Antigone wurde vielfach rezipiert und bearbeitet. Sophokles' antike Tragödie wird auch heute noch auf die Bühnen gebracht und hat nach wie vor Aktualität. Eine Zusammenfassung.


Inhalt

Die Brüder Eteokles und Polyneikes streiten sich um die Herrschaft über Theben und töten sich im Kampf gegenseitig. Ihr Onkel Kreon wird der neue Herrscher und verwehrt dem aufständischen Polyneikes eine Bestattung, er kann nicht in die Unterwelt aufgenommen werden. Kreon droht mit Tod durch Steinigung, sollte jemand das Gebot missachten.

Polyneikes Schwester Antigone will ihrem Bruder helfen und sich an die Gebote der Unterwelt halten und wird beim Versuch einer Bestattung erwischt. Haimon, der Sohn Kreons, ist mit ihr verlobt und will seinen Vater überzeugen, Antigone gehen zu lassen. Kreon ist jedoch voller Zorn und wirft sie lebendig in eine Grabkammer.

Als ein Seher Kreon vorhersagt, ein geliebter Mensch aus seinem Leben werde sterben, wenn er Polyneikes nicht bestatten ließe, folgt Kreon seinem Rat widerwillig und will auch Antigone befreien. Es ist jedoch zu spät: Sie hat sich erhängt und Haimon, der zunächst das Schwert gegen seinen Vater erhebt, begeht ebenfalls Selbstmord an der Seite seiner Geliebten. Als sich auch noch Eurydike, die Frau Kreons, umbringt, bleibt er allein mit der Schuld zurück.

Werkgeschichte

Antigone ist das erste Stück der "Thebanischen Trilogie" von Sophokles, zu der auch König Ödipus und Ödipus auf Kolonos gehören. Sophokles greift hier die mythologische Gestalt der Antigone und ihrer Familie sowie den Streit um Theben auf.

Anlass für das Verfassen seiner Tragödie war die Verbannung von Themistokles, eines Feldherrns von Athen, nachdem er in der Schlacht von Salamis das Heer zum Sieg führen konnte. Sophokles behandelt das moralisch gerechtfertigte Aufbegehren gegen Tyrannen oder staatliche Ordnungen.

Aufführungsgeschichte

Vermutlich fand 442 v. Chr. in Athen die Uraufführung des Stücks statt.

Das Burgtheater Wien inszeniert eine Bearbeitung von Thomas Köck, der eine Übersetzung Hölderlins heranzieht. Die Inszenierung wird 2022 zu sehen sein, mit dabei Mavie Hörbiger und Branko Samarovski. Bereits 2015 war dort eine Fassung von Franz-Patrick Steckel unter der Regie Jette Steckels aufgeführt worden, damals mit Joachim Meyerhoff als Kreon.

2019 war Antigone am Deutschen Theater Berlin zu sehen, im gleichen Jahr spielte auch das Stadttheater Klagenfurt die Tragödie.

1841 schrieb Felix Mendelssohn Bartoldy eine Schauspielmusik für Bühnenaufführungen.

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