Zum Inhalt springen
FOTO: CINEMATIC / ALAMY STOCK PHOTO / MAURITIUS IMAGES

Kultur in Zahlen: Gary Cooper

Kultur in Zahlen

Geradlinig, schweigsam, heldenhaft. Im Mai vor 125 Jahren geboren und im selben Monat vor 65 Jahren gestorben, gehörte der in Montana geborene Schauspieler jahrzehntelang zu den populärsten Hollywoodstars.

3

Jahre verbrachten er und sein Bruder Arthur als Kinder in England, um höhere Bildung und gesellschaftlichen Schliff zu erlangen. Dort wurde er wegen seines amerikanischen Akzents verprügelt – später in den USA wegen seines britischen.

15

Jahre alt, brach er sich bei einem Unfall die Hüfte und wurde vom Arzt angehalten, seine Schmerzen durch Reiten zu kurieren. Das half ihm bei seiner späteren Karriere. Auch sein charakteristischer Gang stammte von dieser Verletzung.

1925

drehte er nach einem abgebrochenen Kunststudium und Jobs als Karikaturist und Ranchverwalter seinen ersten Stummfilm. Als Komparse verdiente er fünf, als Stuntman zehn Dollar pro Tag. Gegen Ende der Stummfilmzeit brachte er es als Schauspieler auf fast 3.000 US-Dollar pro Woche.

28

war er, als ihm mit „Der Mann aus Virginia“ ein US-Kassenschlager gelang, der das Westerngenre revolutionierte. Ein Jahr später machte ihn „Marokko“ mit Marlene Dietrich zum Weltstar.

Tochter entstammt seiner einzigen Ehe mit Veronica Balfe: Maria Veronica Cooper Janis (*1937) ist Schauspielerin und hatte 2000 im Teenie-Slasher „Sleepy Hollow High“ einen von lediglich zwei Auftritten vor der Kamera.

1951

verteidigte er – obwohl selbst konservativer Republikaner – vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe seinen kommunistischen Freund, den Drehbuchautor Carl Foreman, und setzte damit seine Karriere aufs Spiel.

2

Oscars gewann er als bester Hauptdarsteller. 1941 für die Titelrolle in„Sergeant York“ und 1952 als Town Marshal Will Kane im Westernklassiker „Zwölf Uhr mittags“ – seiner wahrscheinlich bekanntesten Rolle.

1960

drehte er seinen letzten Film – „Ein Mann geht seinen Weg“ –, der aber erst posthum erschien. Gary Cooper erlag am 13. Mai 1961 in Beverly Hills einem Prostatakrebsleiden.

Klaus Peter Vollmann
Klaus Peter Vollmann
Autor
Mehr zum Thema
1 / 11