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Katrin Schurich und Beate Platzgummer leiten gemeinsam das Theater Drachengasse.

Katrin Schurich und Beate Platzgummer leiten gemeinsam das Theater Drachengasse.
Foto: Andreas Friess / picturedesk

Frech, wild und wunderbar: Das Theater Drachengasse feiert 40-jähriges Jubiläum

Jubiläum

Als „Ort der gelebten Lust am Risiko" beschreibt Katrin Schurich, Leiterin des Theater Drachengasse, ihre Bühne. Zum 40. Geburtstag des Theaters findet eine digitale Gesprächsrunde statt.

„Es ist keine gute Zeit für große, wilde Feste. Aber Geburtstage, wie der
unsere, können nicht auf die lange Bank geschoben werden. Deshalb feiern wir unseren 40er mit einer exklusiven Gesprächsrunde", schreibt das Theater Drachengasse in einer Presseaussendung. Die Diskussion, die am 10. Dezember um 19:30 stattfindet, wird live via YouTube übertragen. Zu Gast sind Emmy Werner, die das Theater 1981 gegründet hat und 1988 als Direktorin ans Volkstheater Wien berufen wurde; Eva Langheiter, die danach im Dreier-Team mit Johanna Franz und Verena Kanaan, später im Doppel mit Franz die Bühne leitete; Katrin Schurich, die 2014 übernahm und sich die Leitung seit 2016 mit Beate Platzgummer teilt.

Nachwuchsförderung

Die Schwerpunkte des Theaters haben sich seit seiner Gründung kaum verändert, erklärt Katrin Schurich in einem Gespräch mit der APA. „Wir sind Feministinnen aus Überzeugung. Frauenförderung heißt bei uns aber nicht, dass wir die Männer ausschließen. Gleichzeitig versuchen wir auch die Praxis der Produktions- und Arbeitsverhältnisse zu ändern."

Außerdem sei es dem Theater ein besonderes Anliegen Nachwuchstalente zu fördern. Dieses Bestreben soll sich auch in der Gesprächsrunde ausdrücken, zu der neben den bereits erwähnten Gästen auch die Nachwuchs-Regisseur*innen Milena Michalek, Sandra Schüddekopf und Franz-Xaver Mayr eingeladen wurden. Für die Produktion „Der Anfang, das Ende" wurde Mayr für den diesjährigen Nestroy-Theaterpreis nominiert. Oder wie es das Theater selbst formuliert: „Das Theater Drachengasse ist ein Ort der gelebten Lust am Risiko, ein Ort der selbstverständlichen emanzipatorischen Praxis weiblichen Theatermachens, ein Ort der Chancen für junge Theatermacher*innen und ein Ort der leidenschaftlichen Zeitgenossenschaft."

„Das weiße Dorf"

Die Wiederöffnung nach diesem Pandemie-bedingt durchwachsenen Jahresausklang feiert das Theater Drachengasse mit der Publikumspremiere von Teresa Doplers „Das weiße Dorf". Das auf einem Kreuzfahrtschiff spielende Stück wurde 2019 mit dem Autor*innenpreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet und die Autorin in diesem Jahr für den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Bester Nachwuchs weiblich" nominiert. Mit folgender Begründung: „Der Text ist von Minimalismus und Präzision geprägt: ein Ort, zwei Personen, kein Wort zu viel. Ivan und Ruth, beide erfolgreiche Manager, waren vor einigen Jahren für ein paar Monate zusammen und sind einander auf dem Schiff zufällig wieder begegnet. Der böse Witz der knappen Dialoge besteht darin, dass es keinen Unterschied macht, ob es um Karriere oder Intimes geht. Das auf Rendite und Erfolg konzentrierte Denken haben die beiden so internalisiert, dass sie es auch privat übernommen haben."

Die Veranstaltung findet am 10. Dezember um 19:30 via Livestream statt.

Teresa Doplers Stück „Das weiße Dorf" im Theater Drachengasse.
Foto: Andreas Friess / picturedesk
Teresa Doplers Stück „Das weiße Dorf" im Theater Drachengasse.

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