Zum Inhalt springen

"Geschichten aus dem Wiener Wald" im Volkstheater

"Geschichten aus dem Wiener Wald" im Volkstheater
FOTO: SUSANNE HASSLER-SMITH

3 Stücke, die zum letzten Mal zu sehen sind

Volkstheater

Drei Stücke gehen im Mai das letzte Mal über die Bühne des Volkstheaters. Wir haben Ihnen die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

1. GESCHICHTEN AUS DEM WIENER WALD

Unter der bröckelnden Fassade des Vorstadtidylls kommt die ganze Bösartigkeit der Gesellschaft zum Vorschein. Die Figuren in Horváths meisterhaftem Volksstück „Geschichten aus dem Wiener Wald“ nutzen die Sprache zur Tarnung ihrer Verlorenheit. Hausregisseurin Rieke Süßkow erhebt den Walzer zum Formprinzip und arbeitet sich in ihrer bildstarken und durchrhythmisierten Inszenierung an struktureller Gewalt ab.

3. Mai, Volkstheater

2. ICH MÖCHTE ZUR MILCHSTRASSE WANDERN!

Die Texte des 26-jährig im KZ ermordeten Schriftstellers Jura Soyfer passen erschreckend gut in unsere heutige Zeit. In Jann Philipp Glogers Inszenierung „Ich möchte zur Milchstraße wandern!“ zeigt sich der visionäre Charakter seiner literarischen Arbeit auf bildgewaltige Weise. Es wird klar: Jura Soyfer kämpfte in seinen Texten leidenschaftlich darum, aufzurütteln und die Gesellschaft zu verändern. Ein Autor, der definitiv nicht in Vergessenheit geraten sollte.

9. Mai, Volkstheater

"Ich möchte zur Milchstraße werden" im Volkstheater
Foto: Marcella Ruiz Cruz
"Ich möchte zur Milchstraße werden" im Volkstheater

3. TRAUMNOVELLE

Nach einem rauschenden Maskenball kommt es in der Ehe von Albertine und Fridolin zu überraschenden Geständnissen. Irritiert von den bislang geheim gehaltenen Sehnsüchten seiner Frau lässt sich Fridolin durch das nächtliche Wien treiben. Regisseurin Johanna Wehner erzählt Arthur Schnitzlers Novelle, auf der auch der Hollywoodfilm „Eyes Wide Shut“ basiert, auf musikalische und subtil-aufrüttelnde Weise.

10. Mai, Volkstheater

"Traumnovelle" im Volkstheater
Foto: Marcella Ruiz Cruz
"Traumnovelle" im Volkstheater

Weitere Infos zum Spielplan finden Sie hier

Arthur-Schnitzler-Platz 1
1070 Wien
Österreich
Foto beigestellt

Erschienen in
Bühne 05/2026

Zum Magazin

Redaktion
Autor
Mehr zum Thema
  • Theater der Jugend
    Wo Gras wächst, ist Hoffnung
    Es summt und brummt auf der ins Renaissancetheater gezimmerten Wiese. Regisseur Peter Lund und sein...
    Von Sarah Wetzlmayr
  • Wiener Staatsoper
    Wenn das Licht mitdenkt
    Es ist die Mischung aus Tradition und Innovation, aus Handwerk und Hightech, die die Oper lebendig...
    Von Atha Athanasiadis
  • Theater in der Josefstadt
    Die Bühne. Ein Leben.
    Marianne Nentwich gehört dem Ensemble des Theaters in der Josefstadt seit 62 Jahren an. Nun...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Volkstheater
    In neuem Licht
    Die Musicbanda Franui und der Circa Contemporary Circus laden an zwei Abenden dazu ein, die...
    Von Sarah Wetzlmayr
  • Burgtheater
    4 Fragen an Roman Senkl
    In „Solaris“ wird der Psychologe Kris Kelvin auf einen Planeten geschickt, der Lebewesen...
    Von Sarah Wetzlmayr
  • Festspiele Reichenau
    Ringel, Ringel, Reigen
    Im „Reigen“ drückt Arthur Schnitzler dem Publikum die Lupe in die Hand und lässt es...
    Von Sarah Wetzlmayr
  • Festspiele Reichenau
    Erinnern statt Verdrängen
    Der Roman „Die letzten Tage“ beschäftigt sich mit einem dunklen Kapitel der NS-Zeit rund um...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Festspiele Reichenau
    Kleiner Prinz, große Magie
    Antoine de Saint-Exupérys Erzählung „Der kleine Prinz“ ist eine Aufforderung, die...
    Von Sarah Wetzlmayr
  • Festspiele Reichenau
    Steter Sehnsuchtsort
    Julia Stemberger spielt seit 2008 regelmäßig in Reichenau und wurde in dieser Zeit so etwas wie...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Johanna Lakner
studierte Fashion
und Visual Arts, ehe
sich ihr Interesse
in Richtung Theater
und Oper verlagerte.
    Festspiele Reichenau
    Jedes Stück braucht ein Zuhause
    Johanna Lakner verantwortet Bühne und Kostüm für Joseph Roths „Die Legende vom heiligen...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Entdeckungsreise ins Ich. Schauspielerei bedeutet für Johanna Mahaffy auch, möglichst viele Facetten der eigenen Persönlichkeit kennenzulernen.
    Festspiele Reichenau
    Zwischenwelt
    Es gibt kaum einen Zwischenraum, den Leo Tolstoi in seinem monumentalen Werk „Krieg und...
    Von Sarah Wetzlmayr
1 / 12