Zum Inhalt springen

„Emil und die Detektive“: Noch bis 12. November im Renaissancetheater.

„Emil und die Detektive“: Noch bis 12. November im Renaissancetheater.
Foto: Astrid Knie

3 Fragen an: Frank Panhans

Theater der Jugend

Frank Panhans inszeniert „Emil und die Detektive“, den Kästner-Klassiker schlechthin, im Theater der Jugend. Welchen Stellenwert der Text in seinem Leben bisher hatte und was den Krimi bis heute so aktuell macht, hat uns der Regisseur im Interview erzählt.

Welchen Stellenwert hat Kästners Klassiker „Emil und die Detektive“ in Ihrem Leben?

Ich habe als Kind die alten Verfilmungen gesehen und war schon damals von der Geschichte fasziniert. Als Regisseur im Kindertheater bin ich dann wieder damit konfrontiert worden und entdeckte die tolle Sprache von Kästner und die realistischen, geradlinigen, aber spannenden Geschichten. „Emil und die Detektive“ spielt in Berlin – und ich habe zwanzig Jahre in Berlin gelebt. Auch das ist für mich eine Verbindung zum Roman. Für mich ist das soziale Element in Kästners Geschichten wichtig und dass er der Erste war, der realistische Geschichten für Kinder geschrieben hat.

„Emil und die Detektive“ stammt aus dem Jahr 1929. Was macht es bis heute so aktuell?

Es wird ein Krimi für Kinder erzählt, eine Geschichte von Freundschaft und Zusammenhalt zwischen Kindern, jenseits von sozialer Herkunft. Es geht darum, Mut zu haben. Gemeinsam kann man stark sein und etwas erreichen. Es ist auch eine Geschichte über Arm und Reich, unterschiedliche familiäre Bindungen, Liebe zu den Eltern.

Was können wir alle von Emil Tischbein und seinen neu gewonnenen Freunden lernen?

Wir können lernen, dass es sinnvoll ist, für Gerechtigkeit einzustehen. Wenn Kinder sich zusammentun, Freunde werden, füreinander da sind, dass es dann gelingen kann, schwierige Aufgaben zu lösen, auch in einer harten, oft ungerechten Welt da draußen.

Frank Panhans, geboren 1966 in Greifswald, absolvierte die Theaterhochschule Leipzig und arbeitete als Schauspieler an Theatern in Frankfurt/Oder, Potsdam und Dresden. Im Regiefach debütierte er am Carrouseltheater Berlin; mehrere äußerst erfolgreiche und teilweise preisgekrönte Inszenierungen am renommierten Grips Theater und anderen deutschen Bühnen (zum Beispiel am Düsseldorfer Schauspielhaus, Staatsschauspiel Dresden) folgten.
Foto: Marco Sommer
Frank Panhans, geboren 1966 in Greifswald, absolvierte die Theaterhochschule Leipzig und arbeitete als Schauspieler an Theatern in Frankfurt/Oder, Potsdam und Dresden. Im Regiefach debütierte er am Carrouseltheater Berlin; mehrere äußerst erfolgreiche und teilweise preisgekrönte Inszenierungen am renommierten Grips Theater und anderen deutschen Bühnen (zum Beispiel am Düsseldorfer Schauspielhaus, Staatsschauspiel Dresden) folgten.

Zu den Spielterminen von „Emil und die Detektive“ im Renaissancetheater.

Klaus Peter Vollmann
Klaus Peter Vollmann
Autor
Mehr zum Thema
  • 4 Fragen an Roman Senkl
    In „Solaris“ wird der Psychologe Kris Kelvin auf einen Planeten geschickt, der Lebewesen...
    Von Sarah Wetzlmayr
  • Ringel, Ringel, Reigen
    Im „Reigen“ drückt Arthur Schnitzler dem Publikum die Lupe in die Hand und lässt es...
    Von Sarah Wetzlmayr
  • Erinnern statt Verdrängen
    Der Roman „Die letzten Tage“ beschäftigt sich mit einem dunklen Kapitel der NS-Zeit rund um...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Steter Sehnsuchtsort
    Julia Stemberger spielt seit 2008 regelmäßig in Reichenau und wurde in dieser Zeit so etwas wie...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Entdeckungsreise ins Ich. Schauspielerei bedeutet für Johanna Mahaffy auch, möglichst viele Facetten der eigenen Persönlichkeit kennenzulernen.
    Zwischenwelt
    Es gibt kaum einen Zwischenraum, den Leo Tolstoi in seinem monumentalen Werk „Krieg und...
    Von Sarah Wetzlmayr
  • Glückliche Heimkehr
    Als Harras in Carl Zuckmayers „Des Teufels General“ erlebte Stefan Jürgens nach vielen...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • 20 Jahre in 2 Stunden
    Alle einsteigen, bitte! Am 27. Juni blickt das Ensemble mit der Theaterrevue „Station...
    Von Klaus Peter Vollmann
  • Theater ohne Auffangnetz
    Stefan Zweigs Novelle „24 Stunden aus dem Leben einer Frau“ ist eine Geschichte über den...
    Von Sarah Wetzlmayr
  • Theater ist ein One-Taker
    Kristina Sprenger über Theater im Sommer, gesellschaftliche Verantwortung und die Unsterblichkeit...
    Von Atha Athanasiadis
1 / 12