4 Vornamen

hatte der heute als Johann Nepomuk Nestroy bekannte Dramatiker eigentlich. Mit vollem Namen hieß er Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy.

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Über 1000 Mal

wurde „Der Böse Geist Lumpazivagabundus“ allein zwischen 1833 und 1881 gespielt.

880 Rollen

spielte der 1801 in Wien geborene Dramatiker und Schauspieler während seiner 40-jährigen Bühnentätigkeit.

Am 8. Dezember 1818

gab er sein Bühnendebüt im Redoutensaal der Wiener Hofburg mit der Basspartie in G. Fr. Händels Oratorium Timotheus.

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Mehr als 450 Rollen

umfasste Nestroys Repertoire. Darunter Rollen wie Kaspar („Der Freischütz“), Rappelkopf („Der Alpenkönig und der Menschenfeind“), Leporello („Don Giovanni“), Papageno („ Die Zauberflöte“), Figaro („Barbier von Sevilla“) oder Geßler in „Wilhelm Tell“.

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1831

erhielt er ein Engagement in Lemberg und debütierte dort als Rappelkopf in Raimunds „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“. Also ausgerechnet in einem Stück jenes Autors, der stets als sein Rivale und Konkurrent galt.

Am 30. August 1836,

als sich Ferdinand Raimund in der panischen Angst, nach einem Hundebiss mit Tollwut infiziert zu sein, durch den Gaumen eine Kugel in den Kopf schießt, soll Franz von Marinelli gesagt haben, Nestroy sei der tolle Hund, der Raimund gebissen habe. Tatsächlich gab es aber nur wenige Hinweise auf eine wirkliche Rivalität zwischen den beiden.

Unzählige Neologismen

prägen das Werk Nestroys. Darunter Lebensfadenabschneider (aus „Die Familien Zwirn, Knieriem und Leim“), Gelegenheitszusammentreffung (aus „Das Haus der Temperamente“) oder Stieferzeuger (aus „Heimliches Geld, heimliche Liebe“).

Aus den 1840er Jahren

stammt die sogenannte „Semmelanekdote“: Der Dramatiker und Schauspieler soll die Bühne einmal mit Semmeln anstatt von Hemdknöpfen betreten haben, um darauf hinzuweisen, dass die Semmeln zu dieser Zeit nur halb so viel wogen wie zwanzig Jahre zuvor, aber nicht weniger kosteten. Wegen Verhöhnung der Bäcker musste Nestroy eine Nacht in Arrest verbringen und sich am nächsten Tag öffentlich entschuldigen. Im Zuge dessen bedankte er sich auch gleich bei den Bäckern, weil sie ihm Semmeln durch das Schlüsselloch der Zelle gesteckt hätten.

1912

beginnt Nestroys Aufstieg als Klassiker. Karl Kraus hält in Wien die Rede „Nestroy und die Nachwelt“ und es kommt darin zu ersten großen Würdigung Nestroys als großen satirischen Geist. 1945 kommt es endgültig zu einer Nestroy-Renaissance.

Nestroy im Sommer: Hier geht's zum Überblick!