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Robert Binet ist ein kanadischer Choreograf, Kurator und Direktor und hat Werke für das National Ballet of Canada, das Royal Ballet London, das New York City Ballet und andere Ensembles geschaffen. „Dances for the Future“ sehen Sie ab 10. Oktober im NEST.

Robert Binet ist ein kanadischer Choreograf, Kurator und Direktor und hat Werke für das National Ballet of Canada, das Royal Ballet London, das New York City Ballet und andere Ensembles geschaffen. „Dances for the Future“ sehen Sie ab 10. Oktober im NEST.
Foto: Karolina Kuras

Staatsoper: Johann Strauss lebt ewig

Wiener Staatsoper

Wie unsterblich ist die Musik von Johann Strauss? Vier Komponist*innen haben mit sechs Autor*innen und Tänzer*innen der Ballettakademie mit „Dances for the Future“ im NEST Antworten gefunden. Ab 10. Oktober. Eine Empfehlung!

1. Wie würden Sie einem 12-Jährigen erklären, was „Dances for the Future“ ist?

Wir erschaffen imaginäre Zukunftsvisionen davon, wie unsere Welt in 200 Jahren aussehen könnte.

2. Warum sollte man sich das Stück ansehen?

Weil es die Perspektiven vieler Menschen miteinbezieht: Sechs Autoren (darunter der ehemalige Exekutivsekretär der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen), vier Komponisten, zwei Designer, ein Choreograf und zwölf Tänzer haben ihre Vorstellungen davon zusammengetragen, wie unsere Welt in 200 Jahren aussehen könnte.

3. Man wird vier Szenarien der Welt im Jahr 2225 sehen – entworfen von vier verschiedenen Autor*innen und Autorengruppen. Siegt das Gute? Oder enden wir nach Denke der Autor*innen im Chaos und damit das Publikum in der ultimativen Depression?

Jeder der Autoren der vier Szenarien für unsere Zukunft stieß auf eine komplexe Art von Hoffnung. Tanz ist aktiv, Hoffnung ist aktiv, daher sind sie gute Partner, um sich vorzustellen, wie wir uns gemeinsam bewegen müssen, um eine Zukunft voller Möglichkeiten zu schaffen.

4. Ist man nicht herrlich frei, wenn man sich ins Jahr 2225 denken muss, weil jedes Denkergebnis richtig ist?

Oder jeder Gedanke ist falsch, was noch befreiender ist.

5. Werden diese Visionen nur als Choreografien zu sehen sein oder auch als Text – also gelesen, gesprochen, gesungen?

Der Entstehungsprozess ist noch nicht abgeschlossen, daher kann ich zum jetzigen Zeitpunkt keine Versprechungen machen!

6. Johann-Strauss-Musik wird neu interpretiert. Bedeutet das, es werden die großen Hits einfach mit Beats unterlegt, so wie es Malcom McLaren in den 90ern bereits gemacht hat oder wird Strauss nur als Grundlage von neuen Stücken verwendet?

Themen aus Strauss’ Musik sind auf unterschiedliche Weise in jede der vier Kompositionen eingewoben. In einigen hört man exakte Zitate, die in neue Musik eingewoben sind. In anderen wurden Strauss’ Melodien verlangsamt und verzerrt, sodass sie sich durch die Zeit und in die Zukunft erstrecken wie die Schichten und Schichten aus uraltem Gestein, auf denen unsere Welt aufgebaut ist.

7. Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee, das zu machen?

Es ist ein gemeinsamer Erarbeitungsprozess.

Hier geht es zu den Spielterminen von "Dances for the Future" im NEST!

Erschienen in
Bühne 08/2025

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