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Nicholas Ofczarek in „Onkel Wanja“

Nicholas Ofczarek in „Onkel Wanja“
Foto: Reinhard Werner/Burgtheater

Onkel Wanja von Anton Tschechow

Burgtheater
Ein Stück in einer Minute

Tschechows Drama Onkel Wanja blieb lange Zeit erfolglos, wurde dann aber auch im deutschen Sprachraum gerne aufgeführt. Worum geht es im Stück? Eine Zusammenfassung.


Inhalt

Wanja, Iwán Petrówitsch Wojnízkij, verwaltet das Gut seiner verstorbenen Schwester, um deren Gatten, den Schrifsteller Professor Serebrjakow, auszuhalten. Als der mit seiner neuen Gattin aufs Gut zurückkehrt, fühlt sich Wanja erst recht unbedeutend und gedemütigt. Zudem ist er eifersüchtig, da er sich selbst in die Frau des Professors verliebt, sie ihn aber zurückweist. Serebrjakow eröffnet, das Gut verkaufen zu wollen, um sich seinen Alterssitz zu finanzieren. Das kann Wanja nicht mehr ertragen und versucht in der Folge zweimal, auf den Professor zu schießen. Doch beidesmal geht der Schuss daneben und alles bleibt, so wie es ist.

Werkgeschichte

Tschechow schrieb sein Stück um 1896. Dabei handelt es sich um die umgearbeitete Fassung seiner Komödie Der Waldschrat, die 1889 uraufgeführt, allerdings vom Publikum abgelehnt worden war. Die Figuren bleiben die gleichen, jedoch gibt es inhaltliche Änderungen. So erschießt sich Wanja beispielsweise in der Vorgängerfassung selbst im dritten Akt.

1900 hat Rainer Maria Rilke angeboten, den Text ins Deutsche zu übersetzen, wie bereits zuvor Die Möwe. Diese Übersetzung gilt aber als verschollen.


Aufführungsgeschichte

Ab 1897 wurde Onkel Wanja an mehreren Provinztheatern gespielt. Eine richtige Uraufführung fand dann aber erst 1899 in Moskau unter der Regie von Konstantin Sergejewitsch Stanislawski statt.

1903 und 1904 fanden dann einige deutschsprachige Aufführungen in München und Berlin statt, blieben aber weitgehend erfolglos. Erst 1926 konnte das Stück in Berlin überzeugen. Danach folgten weitere Inszenierungen in Deutschland, im Jahr 2000 aber auch in New York. 2012 inszenierte Matthias Hartmann das Stück am Burgtheater Wien, 2018 wurde es im Zuge der Wiener Festwochen als Theaterperformance aufgeführt.

Es existieren außerdem zahlreiche Verfilmungen des Stoffs, die letzte 2017 erschienen.

Prominente Interpreten

In der Burgtheater-Inszenierung von 2012 wurden einige bekannte Gesichter eingesetzt. So zum Beispiel Gert Voss, ab 2014 abgelöst durch Peter Simonischek, Michael Maertens, Nicholas Ofczarek und Caroline Peter.

2013 spielte Peter Kurth, der vor allem durch Tatort Bekanntheit erlangte, in der Suttgarter Inszenierung den Onkel Wanja.

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