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Juan Diego Florez in der Inszenierung der Wiener Staatsoper.

Juan Diego Florez in der Inszenierung der Wiener Staatsoper.
Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Der Barbier von Sevilla von Gioachino Rossini

Wiener Staatsoper
Ein Stück in einer Minute

Wie der Vormund einer reichen Erbin an der Nase herum geführt wird, ist ein großer Opern-Spaß. Der Barbier von Sevilla schnell erklärt und zusammengefasst.


Inhalt

Der Graf Almaviva liebt Rosina, die jedoch auch von ihrem Vormund Dr. Bartolo verehrt wird. Dieser hat es vor allem auf ihre Mitgift abgesehen und bewacht sie mit Argusaugen. In Verkleidungen – als Soldat ebenso wie als Gesangslehrer – verschafft sich Almaviva Zutritt zu Rosinas und Bartolos Haus. Dabei hilft ihm sein Freund, der einfallsreiche Barbier Figaro. Sie hecken einen Fluchtplan aus und führen Bartolo schließlich an der Nase herum, wodurch der Notar Rosina mit Almaviva anstatt mit ihrem Vormund verheiratet. Der Graf überlässt Bartolo aber großzügig das Geld der Mitgift.

Werkgeschichte

Als Gioacchino Rossini 1815 eine Oper für die Karnevalszeit in Rom schreiben wollte, griff er kurzerhand auf Beaumarchais Lustspiel zurück. Nicht nur, weil die Zeit drängte, sondern auch, weil er so die Zensur umgehen konnte. Die angestrebte Uraufführung am 5. Februar 1816 konnte er nicht einhalten, obwohl Rossini einige Musikstücke übernahm, die er bereits in vorhergehenden Opern verwendet hatte. Dennoch muss das Tempo als beachtenswert angesehen werden: Der erst dreiundzwanzigjährige Komponist soll seine 17. Oper in weniger als drei Wochen kreiert haben.


Aufführungsgeschichte

Die Uraufführung im Teatro Argentina in Rom wurde mäßig angenommen, aber schon die zweite Aufführung begründete den später folgenden Siegeszug des Werks. Die deutsche Erstaufführung fand am 1. Januar 1819 im Residenztheater München statt. Im selben Jahr kam die Oper auch in Graz und gleich an mehreren Wiener Opernhäusern zur Aufführung.

Prominente Namen

Eine besonders berühmte Interpretin der Arie der Rosina „Una voce, poco fa“ war Maria Callas. Und das, obwohl Rossini die Partie ursprünglich für Koloraturalt komponiert hatte. Bald auf Basis einer transponierten Fassung oft von Sopranen gesungen, brachten die Mezzosopranistinnen Teresa Berganza und Cecilia Bartoli wieder eine Trendwende.

Weiterlesen: Juan Diego Flórez singt die „verlorene“ Grafen-Arie aus Il Barbiere di Seviglia

Theresa Steininger
Autor
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