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Asmik Grigorian: Die international gefeierte Sopranistin wird in der Saison 2026/2027 Judith in Béla Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ und Bianca in Alexander von Zemlinskys „Eine florentinische Tragödie“ an der Wiener Staatsoper verkörpern. Der Doppelabend hat am 3. Oktober 2026 Premiere.

Asmik Grigorian: Die international gefeierte Sopranistin wird in der Saison 2026/2027 Judith in Béla Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ und Bianca in Alexander von Zemlinskys „Eine florentinische Tragödie“ an der Wiener Staatsoper verkörpern. Der Doppelabend hat am 3. Oktober 2026 Premiere.
Foto: Lukas Gansterer

Opern Air: Stars und Sterne

Wiener Staatsoper

Die Wiener Staatsoper lädt ihr Publikum auch heuer wieder zum Galakonzert in den Burggarten. Das „Opern Air“ verspricht große Melodien vor traumhafter Kulisse bei freiem Eintritt. Neben vielen anderen live on stage: Asmik Grigorian, Piotr Beczała, Juan Diego Flórez und Ludovic Tézier. Am Pult: Axel Kober.

Asmik Grigorian singt die „Habanera“, Piotr Beczała intoniert „Nessun dorma“, Ludovic Tézier stimmt „Pietà, rispetto, amore“ an und Juan Diego Flórez gibt „È serbata, a questo acciaro“ zum Besten. Und das ist nur ein sehr kleiner Auszug. Chor und Orchester der Wiener Staatsoper sorgen für musikalisch und stimmlich markante Klangwolken, während am Himmel hoffentlich nur die Sterne leuchten.

Am 6. September findet ab 19:30 Uhr im Burggarten am Ring zum zweiten Mal das „Opern Air“ der Wiener Staatsoper statt. Unter der Leitung des Dirigenten Axel Kober stehen nach der Ouvertüre aus „Guillaume Tell“ und dem Chorstück „Wach auf, es nahet gen den Tag“ aus „Die Meistersinger von Nürnberg“ insgesamt 14 Arien auf dem anspruchsvollen Best-of-Programm. Kurz vor dem Finale setzt der Chor der Wiener Staatsoper gemeinsam mit der Opernschule noch einmal ein kraftvolles vielstimmiges Zeichen und singt „Dans le ciel“ aus „La Damnation de Faust“.

Neben den eingangs genannten Opernstars stehen mit Jenni Hietala, Maria Nazarova, Jana Marković, Ileana Tonca, Stephanie Maitland, Daniel Jenz, Marcus Pelz, Attila Mokus, Carlos Osuna, Jusung Gabriel Park und Evgeny Solodovnikov elf weitere Leistungsträger*innen der Wiener Staatsoper auf der Bühne unter freiem Himmel. Ein klassischer Genuss für alle Sinne, wie man ihn in dieser Qualität und Atmosphäre wahrscheinlich kein zweites Mal erleben wird können.

Piotr Beczała: Der Ausnahmetenor gibt in der aktuellen Spielzeit sein weltweites Debüt als Parsifal an der Wiener Staatsoper – ab 25. März 2027. Zudem kehrt er gegen Ende der Saison – ab 18. Juni 2027 – in seiner aktuellen Lieblingsrolle als Andrea Chénier zurück nach Wien.
Foto: Philipp Schönauer
Piotr Beczała: Der Ausnahmetenor gibt in der aktuellen Spielzeit sein weltweites Debüt als Parsifal an der Wiener Staatsoper – ab 25. März 2027. Zudem kehrt er gegen Ende der Saison – ab 18. Juni 2027 – in seiner aktuellen Lieblingsrolle als Andrea Chénier zurück nach Wien.

Attraktives Ambiente

„Es hat etwas Wunderbares, Musik mit tausenden von Menschen an einem öffentlichen Ort zu teilen – ganz gleich, ob es sich dabei um begeisterte Opernliebhaber*innen handelt oder um Personen, die diese Werke zum ersten Mal hören. Die Atmosphäre ist einzigartig und die Verbindung zum Publikum fühlt sich ganz besonders an“, antwortet Asmik Grigorian auf die Frage, was es ihr bedeute, am „Opern Air“ teilzunehmen. Ihr Kollege Juan Diego Flórez schlägt in die gleiche Kerbe: „Es ist eine wundervolle Möglichkeit, Oper einem sehr breiten Publikum zugänglich zu machen. Ich finde die Idee großartig, dass sowohl Menschen, die bereits Liebhaber*innen des Genres sind, als auch solche, die bisher vielleicht noch nicht so oft Gelegenheit hatten, Vorstellungen zu besuchen, Oper in einem so offenen und einladenden Rahmen erleben können. Für mich ist das etwas ganz Besonderes. Wien ist meine Heimat und in dieser Atmosphäre vor einem so großen Publikum zu singen, ist immer wieder bewegend. Es erinnert uns daran, dass die Oper für alle da ist.“

Ludovic Tézier: Längst hat sich der Bariton auch in Wien zum Publikumsliebling entwickelt. Ab 11. März 2027 wird er an der Wiener Staatsoper in vier Vorstellungen von „La Traviata“ als Giorgio Germont zu erleben sein. Unmittelbar darauf singt er ab 25. März den Amfortas in „Parsifal“.
Foto: Gregor Hohenberg
Ludovic Tézier: Längst hat sich der Bariton auch in Wien zum Publikumsliebling entwickelt. Ab 11. März 2027 wird er an der Wiener Staatsoper in vier Vorstellungen von „La Traviata“ als Giorgio Germont zu erleben sein. Unmittelbar darauf singt er ab 25. März den Amfortas in „Parsifal“.

Auch Ludovic Tézier freut sich auf diesen speziellen Abend. „Im wunderschönen Burggarten unter freiem Himmel vor einem sehr großen und zum Teil neuen Publikum zu singen, ist eine einzigartige Erfahrung. Es ist eine großzügige und festliche Art, die Saison zu eröffnen und die Opernkunst allen zugänglich zu machen. Ich liebe die Idee des Teilens ohne Barriere“, so der französische Bariton. „Es ist ein Privileg, dabei zu sein“, erklärt Piotr Beczała: „Letztes Jahr ist das ,Opern Air‘ zum ersten Mal über die Bühne gegangen und ich weiß, dass es für die Sängerinnen und Sänger, für die Kolleginnen und Kollegen sowie für das Haus, aber auch beim Publikum ein wirklich großer Erfolg war. Ich freue mich außerordentlich, dass ich diese Veranstaltung heuer mitgestalten darf. Es ist eine große Sache – eine großartige Idee für Wien und auch für die Kulturlandschaft der Stadt.“

Und Dirigent Axel Kober, der dem Haus am Ring seit 2016 eng verbunden ist, meint zum Reiz von „Opern Air“: „Gemeinsam mit vielen herausragenden Künstlerinnen und Künstlern in so einem tollen Ambiente zu musizieren, ist etwas ganz Besonderes. Es wird sicher ein fantastischer Abend mit bezaubernder Atmosphäre.“

Juan Diego Flórez: Der weltbekannte Tenor kehrt in dieser Saison am 19. Dezember 2026 als Nadir in „Les pêcheurs de perles“ an die Wiener Staatsoper zurück. Ab 4. Jänner 2027 wird er wieder als „Werther“ – eine seiner favorisierten Rollen – präsent sein. Zudem gibt er am 25. Mai 2027 ein Solokonzert.
Foto: Gregor Hohenberg / Sony-Music-Entertainment
Juan Diego Flórez: Der weltbekannte Tenor kehrt in dieser Saison am 19. Dezember 2026 als Nadir in „Les pêcheurs de perles“ an die Wiener Staatsoper zurück. Ab 4. Jänner 2027 wird er wieder als „Werther“ – eine seiner favorisierten Rollen – präsent sein. Zudem gibt er am 25. Mai 2027 ein Solokonzert.

Besondere Verhältnisse

Die auftretenden Künstler*innen wurden natürlich in die Auswahl des Programms miteinbezogen und haben so auch die Möglichkeit, persönliche Lieblingsarien zu präsentieren. Macht es eigentlich einen großen Unterschied, ob man im Freien singt oder in einem Opernhaus? Dazu Juan Diego Flórez stellvertretend für seine Kolleg*innen, die im Prinzip dieselbe Meinung vertreten: „Ja, jeder Veranstaltungsort hat seinen ganz eigenen Charakter. In einem Theater profitiert man von der Akustik und der Intimität, die eine sehr direkte Verbindung zum Publikum ermöglichen; dabei verlässt man sich auf den Klang, der auf natürliche Weise aus dem Saal zu einem zurückkommt. Ein Auftritt im Freien ist eine divergente Erfahrung: Der Klang kommt über die Bühnenmonitore zurück, daher fühlt es sich anders an. Aber beide Erlebnisse sind auf ihre Weise wunderbar.“

Piotr Beczała fügt lachend hinzu: „Draußen ist man auch auf die Künste des Tonmeisters angewiesen. Man muss darauf vertrauen, dass er das Beste aus den Bedingungen vor Ort macht.“ All jene, die aufgrund des zu erwartenden Andrangs möglicherweise keinen Einlass finden werden, müssen dennoch nicht auf das Galakonzert verzichten. Denn nur wenige Meter entfernt wird der Abend zum Abschluss des heurigen „Film Festivals“ auf dem Rathausplatz ab 20:15 Uhr übertragen. Und zeitgleich hat auch ORF III das „Opern Air“ im Programm.

Axel Kober: Der Dirigent wird in der aktuellen Saison an der Wiener Staatsoper „Die Zauberflöte“ (ab 12. Dezember 2026), „Die Meistersinger von Nürnberg“ (ab 6. Mai 2027),„Le nozze di Figaro“ (ab 5. Juni 2027) und „Andrea Chénier“ (ab 18. Juni 2027) musikalisch leiten.
Foto: Enrico Nawrath
Axel Kober: Der Dirigent wird in der aktuellen Saison an der Wiener Staatsoper „Die Zauberflöte“ (ab 12. Dezember 2026), „Die Meistersinger von Nürnberg“ (ab 6. Mai 2027),„Le nozze di Figaro“ (ab 5. Juni 2027) und „Andrea Chénier“ (ab 18. Juni 2027) musikalisch leiten.
Klaus Peter Vollmann
Klaus Peter Vollmann
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