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"Romeo und Julia" im Volkstheater in den Bezirken in der Spielzeit 2024/25.

"Romeo und Julia" im Volkstheater in den Bezirken in der Spielzeit 2024/25.
Foto: Marcel Urlaub

Romeo und Julia von William Shakespeare

Ein Stück in einer Minute

Die größte Liebestragödie der Welt sagt jedem etwas - ob durch das Original oder die zahlreichen Adaptionen und Verfilmungen. Eine Zusammenfassung.

Inhalt

Verona im 16. Jahrhundert: Zwischen Mitgliedern der verfeindeten Familien Capulet und Montague kommt es immer wieder zu Handgreiflichkeiten und Wortgefechten. Der vierzehnjährige Romeo aus dem Geschlecht der Montagues verliebt sich auf einem Fest dennoch ausgerechnet in die dreizehnjährige Julia Capulet. Auch sie weiß sofort, dass sie ihn und nicht den ihr von den Eltern vorbestimmten Graf Paris heiraten möchte. Beiden ist aber auch klar, dass der Hass ihrer Familien die leidenschaftliche Liebe bedroht. Sie beschließen allen Widrigkeiten zum Trotz die Ehe zu schließen.

Pater Lorenzo, der die Feindschaft der beiden Familien beenden möchte, verheiratet sie heimlich. Doch bei einem Streit provoziert Julias Cousin Tybalt Romeo und tötet schließlich dessen besten Freund Mercutio, woraufhin Romeo Tybalt tötet. Er wird nun aus Verona verbannt. Einmal steigt er noch bei Julia ein, dann flieht er nach Mantua. Pater Lorenzo gibt Julia einen Schlaftrunk, durch den sie aussieht, als sei sie gestorben. So kann ihre Hochzeit nicht stattfinden, sie wird in der Familiengruft beigesetzt. Dorthin kommt Romeo, der Pater Lorenzos Brief nicht erhielt, durch den er von der Harmlosigkeit von Julias Schlaftrunk erfahren hätte sollen. Er hält Julia also für tot und nimmt sich das Leben. Als sie erwacht, folgt sie ihm in den Tod. Die Familien reichen einander an ihren Gräbern die Hände.

Werkgeschichte

Shakespeare dürfte das Werk zwischen 1594 und 1596 verfasst haben. Veröffentlicht wurde das Stück dann im Jahre 1597. Inspiration soll er aus Arthur Brookes "The Tragical History of Romeus and Juliet", William Painters "Rhomeo and Julietta", Matteo Bandellos "Romeo e Giulietta" und Luigi da Portos "Giuletta e Romeo" bezogen haben.

Aufführungsgeschichte

Vermutlich wurde "Romeo und Julia" erstmals 1597 in London aufgeführt. Die größte Liebesgeschichte aller Zeiten wurde über die Jahre auch Inspiration für andere Werke: Ob nun Opern wie Vincenzo Bellinis "I Capuleti e i Montecchi" oder Charles Gounods "Roméo et Juliette", die Sinfonie von Piotr I. Tschaikowski oder die Ballettmusik von Sergej Prokofjew. Auch das Musical "West Side Story" von Leonard Bernstein hat Shakespeares Werk zur Basis, wobei dieses die Handlung ins New York der 1950er verlegt. Das Musical "Romeo und Julia" von Gérard Presgurvic kam 2001 in Paris und 2005 im Raimund Theater heraus.

Bekannte Verfilmungen

Leonardo DiCaprio und Claire Danes spielten das berühmte Liebespaar, als Baz Luhrmann das Werk 1996 verfilmte. In der Version von 1968 von Regisseur Franco Zeffirelli spielten Olivia Hussey, die dafür Golden-Globe-gekrönt wurde, sowie Leonard Whiting und Michael York.

Auch das Musical "West Side Story" von Jerome Robbins basiert auf dem Shakespeare-Klassiker.

Theresa Steininger
Autor
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