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Foto: Philipp Horak

Bambiland von Elfriede Jelinek

Burgtheater
Theater in der Josefstadt
Volkstheater Wien
Ein Stück in einer Minute

Der Irakkrieg geschildert aus der Sicht eines Involvierten: Jelinek bedient sich einer antiken Erzähltechnik von Aischylos, um eine Tragödie der Gegenwart auf die Bühne zu bringen. Eine Zusammenfassung.


Inhalt

Das Stück dreht sich um den Irakkrieg und wird durch einen "embedded writer", also einen am Geschehen teilnehmenden Autor, erzählt. Das Ich berichtet von den Geschehnissen, Bildern und Gedanken, die es erlebt.

Werkgeschichte

Die Erzähltechnik des "embedded writer" entnimmt Jelinek der antiken Tragödie Die Perser beziehungsweise ihrem Schöpfer Aischylos. Der Protagonist zitiert den griechischen Dichter auch immer wieder. Der Titel Bambiland weist auch auf die mediale Darstellung des Irakkriegs und die Auseinandersetzung im Stück damit hin.

Jelineks Theatertext Babel befasst sich ebenfalls mit dem Irakkrieg, jedoch in einer mehr reflektierenden Art. Es werden Vorgeschehen und Nachwehen in drei Monologen diskutiert.

Aufführungsgeschichte

Uraufgeführt wurde das Stück am 12. Dezember 2003 unter der Regie von Christoph Schlingensief. 2017 wurde Bambiland am James Arnott Theatre in Glasgow aufgeführt. 2008 wurde Jelineks Text für eine "choreographische Stadtkomposition" an sieben Standorten in Wien herangezogen. Der Titel des Kunstprojektes war bambiland08.

Am Theater Kaendace in Villach wurde das Stück 2006 aufgeführt.

Redaktion
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