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In der Saison 2018/2019 arbeitete Mira Stadler als Regieassistentin am Residenztheater München, danach wechselte sie ans Burgtheater, wo sie ihr erstes Stück für Kinder, Der Räuber Hotzenplotz, inszenierte.

In der Saison 2018/2019 arbeitete Mira Stadler als Regieassistentin am Residenztheater München, danach wechselte sie ans Burgtheater, wo sie ihr erstes Stück für Kinder, Der Räuber Hotzenplotz, inszenierte.
Foto: Matthias Horn

Mobbing unter Mädchen: Regisseurin Mira Stadler über „Mädchen wie die"

Burgtheaterstudio

In „Mädchen wie die" beschäftigt sich Mira Stadler mit geschlechtsspezifischem Mobbing. Auslöser ist ein Nacktfoto, das in einer Schule die Runde macht.

In ihrer Inszenierung von Evan Placeys Text „Mädchen wie die" beschäftigt sich Regisseurin Mira Stadler mit geschlechtsspezifischem Mobbing. Dem von ihr gewählten Fokus liegt folgender Handlungsstrang zugrunde: Die Mädchen in St. Helen's sind allerbeste Freundinnen, doch die Solidarität untereinander löst sich schlagartig auf, als ein Nacktfoto einer Mitschülerin von Handy zu Handy wandert. Statt es zu löschen, wird geteilt, geliked, kommentiert und verurteilt.


Parallelwelt

„Mich interessiert nicht so sehr, warum Mädchen in der Schule gemein zueinander sind, sondern wie sie dabei vorgehen", erklärt Mira Stadler. Denn das wird, wie die Regisseurin ergänzt, häufig übersehen, weil viele Menschen ganz einfach davon ausgehen, dass Mädchen ohnehin immer nett und solidarisch miteinander umgehen. „Wir haben auch im Probenprozess oft über diese Erfahrungen gesprochen. Mich hat diese Parallelwelt, die von Lehrer:innen und Eltern oft nicht gesehen wird, besonders interessiert", so Stadler.

Story mit „Wumms"

Die Regisseurin hat Evan Placeys Textfläche gemeinsam mit fünf Studentinnen des Max Reinhardt Seminars zum Leben erweckt. „Nachdem bei ihnen die Schulzeit noch nicht so lange her ist, konnten wir sehr viel über diese Themen sprechen. Damit haben wir das Stück angereichert", erzählt Mira Stadler. In ihrer Arbeit ist es der 1992 in Kärnten geborenen Theatermacherin wichtig, vielfältige Figuren zu erschaffen – und mit ihnen eine Story zu erzählen, „die Wumms hat". Das Stück wird ab 17. September im Vestibül gezeigt.

Pia Zimmermann, Nele Christoph, Aila Franken, Katharina Rose und Ines Maria Winkelhofer in „Mädchen wie die" im Vestibül.
Foto: Matthias Horn
Pia Zimmermann, Nele Christoph, Aila Franken, Katharina Rose und Ines Maria Winkelhofer in „Mädchen wie die" im Vestibül.
Zur Person: Mira Stadler

Nach ihrem Studium der ­Kultur- und Sozialanthropo­logie studierte Mira ­Stadler Schauspielregie am Max Reinhardt Seminar. In der Saison 2018/2019 arbeitete sie als Regieassistentin am Residenztheater, danach wechselte sie ans Burgtheater, wo in dieser Spielzeit ihre Inszenierung von „­Mädchen wie die“ zu sehen ist.

Zum Spielplan des Burgtheaters

Sarah Wetzlmayr
Sarah Wetzlmayr
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