„Das Geisterhaus", Isabel Allendes Erstlingswerk, erzählt die Geschichte der Familie Trueba im Chile des 20. Jahrhunderts. Über Nacht wurde der Roman, den Allende im venezolanischen Exil schrieb, zum Beststeller und kurz darauf in mehrere Sprachen übersetzt. 1993 wurde ihr Familienepos mit biografischen Wurzeln – mit Meryl Streep, Glenn Close und Jeremy Irons in den Hauptrollen – verfilmt. Am 30. Januar 2014 kam im Wiener Akademietheater die Bühnenfassung des Romans zur Uraufführung. Antú Romero Nunes führte Regie, zum Ensemble gehörten Caroline Peters, Aenne Schwarz, Adina Vetter, Sabine Haupt, Jasna Fritzi Bauer, Ignaz Kirchner, August Diehl, Dörte Lyssewski und Sergio Pinto.

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Ein halbes Jahrhundert in dreieinhalb Stunden

Die wohl größte Herausforderung für den Regisseur bestand darin, über ein halbes Jahrhundert erzählte Zeit – die Geschichte Chiles und jene der Familie Trueba – in ein für die Bühne angemessenes Zeitkorsett zu pressen. August Diehl und Ignaz Kircher standen als junger und alter Esteban Trueba, dessen Aufstieg und Fall sich wie ein roten Faden durch Allendes „Geisterhaus“ zieht, auf der Bühne. Caroline Peters – in der Inszenierung mit feuerroter Perücke – gab seine Ehefrau Clara. Viele der männlichen Rollen wurden mit Frauen besetzt. So wechselte etwa Jasna Fritzi Bauer zwischen der Rolle der Alba und jener ihres Vaters hin und her.

In einem Interview mit der Tageszeitung Kurier äußerte sich Schauspielerin Caroline Peters auf folgende Weise über die Zusammenarbeit mit Antú Romero Nunes: „Der Stoff liegt ihm nah, er ist ja in Chile geboren. Es ist schön beim Arbeiten, dass er chilenische Vorfahren hat und Anekdoten aus Chile beitragen kann. Wenn man über eine Stelle nicht drüber kommt, sagt er dann zum Beispiel: Doch, das ist total chilenisch, dass man sich so verhält, da kann ich dir eine Geschichte von meinem Cousin erzählen ..."

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