3 Fragen an Katharina Straßer

Wer lustig sein kann, kann auch zu Tränen rühren, so Josefstadt-Ensemblemitglied Katharina Straßer. Aktuell spielt sie die lustige Carlotta in „Das perfekte Geheimnis“. Wir haben ihr drei Fragen gestellt.

BÜHNE: Was ist für Sie Komödie?

Katharina Straßer: Wer lustig sein kann, kann auch zu Tränen rühren. Dass die hohe Kunst die Komödie ist, weiß jeder Schauspieler. Das Lachen wird aber weniger als Kunst gesehen als das Weinen. Ich weiß nicht, warum es verpönt ist, einen Boulevard-Schwank zu spielen.

Was war das Schwerste an „Das perfekte Geheimnis“?

Ich sage einmal fünf Textseiten lang gar nichts. Auf der Bühne muss man diese Textleere mit irgendetwas füllen. Man muss also etwas tun, ohne viel zu tun. Die Gefahr ist, dass man dann zu privat wird.

Sie scheinen abonniert auf die Rolle der lustigen Blonden, stört Sie das?

Das ist ein Teil von mir. Das ist schon okay. Es wird oft vergessen, dass ich am Theater bereits viele große, schwere und tragische Rollen gespielt habe. Die Punzierung kam erst später durchs Fernsehen.

Zur Person: Katharina Straßer

Katharina Straßer wurde in Rum in Tirol geboren. Sie absolvierte ihr Schauspielstudium am Konservatorium der Stadt Wien. Neben einigen TV-Auftritten wie z.B. in Soko Donau, Tatort, Schnell Ermittelt oder im Kinofilm „Für immer und Ewig“ spielte sie in der Josefstadt in der Saison 2009/10 die Lola in „Der blaue Engel“, 2012/13 die Karoline in „Kasimir und Karoline“ und 2015/16 die Annie in „Anatol“. Im Jahr 2013 wurde sie in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ für ihre Darstellung der Karoline in „Kasimir und Karoline“ für den Nestroy nominiert.

Zu den Spielterminen von „Das perfekte Geheimnis“ in den Kammerspielen der Josefstadt!

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