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Bettina Leidl, Direktorin das MuseumsQuartier.

Bettina Leidl, Direktorin das MuseumsQuartier.
FOTO: ELFIE SEMOTAN

Fünf Fragen an Bettina Leidl

Interview

Seit genau 25 Jahren zählt das MuseumsQuartier mit 61 Kulturinstitutionen, Gastro, Shops und pulsierendem Innenhof zu den Hotspots der Stadt. Happy Birthday!

BÜHNE: Wie würden Sie als Direktorin das MuseumsQuartier jemandem, der noch nie davon gehört hat, beschreiben?

BETTINA LEIDL: Es ist das größte Kulturareal Europas, das mit dem Leopold Museum, dem mumok und der Kunsthalle einen Bogen von Klimt und Schiele über die österreichische Kunst der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart spannt. Dazu kommen viele andere Institutionen wie das Zoom Kindermuseum, das Architektur Zentrum oder das Tanzquartier. Das MQ ist mit dem größten Innenhof Wiens aber auch eine beliebte Freizeitoase mit Kunst im öffentlichen Raum, der MQ Sommerbühne und vielem mehr. Man kann den ganzen Tag hier verbringen.

Heuer feiert das MuseumsQuartier seinen 25. Geburtstag. Mit welchen Programmpunkten?

Für die MQ Jubiläumskampagne „Generation MQ“ hat die erst kürzlich verstorbene Elfie Semotan 25 Persönlichkeiten fotografiert, die eine besondere Verbindung mit dem MQ haben. Und seit 30. Juni zeigt die Ausstellung „Vision und Widerstand – Wie das MuseumsQuartier Wien veränderte“ die kontroversen Diskussionen rund um die Anfänge des MQ und wie sehr das MQ die Stadt Wien verändert hat. Darüber hinaus findet eine Reihe von Veranstaltungen rund um das Jubiläum statt.

Welchen Stellenwert hat das MuseumsQuartier neben seiner kulturellen Bestimmung als frei zugänglicher Stadtraum?

Einen ganz wesentlichen. Einerseits gibt es die Freiflächen vor dem MQ hin zur Zweierlinie, andererseits den imposanten Innenhof, der auch so etwas wie das Foyer zu den Institutionen ist – eine Agora des gesellschaftlichen Miteinanders. Es ist wichtig anzumerken, dass dies ein konsumfreier Raum ist. Auch die MQ Sommerbühne mit ihrem täglichen Programm – von Talks und Konzerten bis zu DJ-Sets –, das Literaturfest o-toene oder das Filmfestival frameout können kostenlos besucht werden.

Wie hält man das MQ über einen so langen Zeitraum attraktiv?

Natürlich haben die Kunstinstitutionen mit ihren Ausstellungen und Programmen eine Strahlkraft. Aber auch die Marke MuseumsQuartier, deren Funktionen heute andere sind als bei der Eröffnung vor 25 Jahren, muss lebendig gehalten werden. Längst sind wir auch ein digitaler Raum, weil der Erstkontakt meist online stattfindet und Besuche auf diese Weise geplant werden. Deshalb haben wir erst im Frühling eine neue Homepage gelauncht. Wichtig ist, dass wir mit unserem Publikum ständig in Kontakt bleiben und es immer wieder begeistern können.

Ein MQ-Wahrzeichen sind die kultigen Sitzmöbel namens „Enzis“ – benannt nach der früheren Prokuristin Daniela Enzi. Wann wird es auch „Leidls“ geben?

(Lacht). Darüber haben wir noch nicht nachgedacht. Die Enzis sind absoluter Kult. Wenn sie im Frühjahr angeliefert werden, liegen die ersten Besucher*innen schon darauf, noch ehe sie ausgepackt wurden. Ganz neu haben wir übrigens den MQ Bücherschrank mit aktuellen Ausstellungskatalogen.

Weitere Informationen unter www.mqw.at/de

Erschienen in
Bühne 07/2026

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Klaus Peter Vollmann
Klaus Peter Vollmann
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