Wie erklären Sie einem Fünfjährigen Ihre Rolle, Herr Schlung?

Mathias Schlung glaubt an das Gute und Kluge und fühlt sich nirgendwo so frei wie auf der Bühne. Der Comedian und Musicaldarsteller hat sich ein paar unüblichen Interviewfragen gestellt.

Gut und Böse. Der gebürtige Deutsche ist Absolvent des Max Reinhardt Seminars (er lernte bei Brandauer, Hackl und Mangold), machte Karriere als Comedian („Die Dreisten Drei“ u.a.), auf der Bühne (z.B. bei den Salzburger Festspielen) und wechselte dann ins Musicalfach (Theater des Westens, Volksoper etc.). Schlung spielt Clopin Trouillefou, den König der Roma, eine Rolle, die zwischen Gut und Böse pendelt.

Was ist für Sie schön?

Meine Exfreundin – ich hoffe, das liest sie. (Lacht.) Und Sylt an einem schönen Sommerabend. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen – außer meiner Exfreundin.

Wie erklären Sie einem Fünfjährigen Ihre Rolle?

Pass mal auf: Clopin wirkt zwar wie ein Gauner, aber eigentlich ist er einer von den Guten! Wenn du einmal seine Freundschaft hast, kannst du ihm voll und ganz vertrauen!

Was ist ein Charakterzug, den Sie an Ihrer Rolle am meisten schätzen?

Fürsorge und Verantwortung.

Was passiert in Ihrem Körper und Ihrem Herzen, wenn Sie auf der Bühne stehen?

Da kommen mir beinahe die Tränen: Aber ich bin glücklich. Ich fühle mich nirgendwo so frei.

Was ist für Sie das größte Glück auf Erden?

Sicher zu sein, geliebt zu werden.

Woran erkennen Sie einen Idioten?

Ich erkenne Idioten leider viel zu spät, weil ich an das Gute und Kluge glaube.

Das schönste Kompliment, das man Ihnen als Schauspieler je gemacht hat?

Das war: „Du bist ein Ar…loch – aber auf der Bühne bist du geil.

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