„Das ist Magie“: Sona MacDonald über Marlene Dietrich

Der musikalische Theaterabend von Torsten Fischer und Herbert Schäfer nähert sich Marlene Dietrich auf intime Weise. Gleichzeitig ist es eine Paraderolle für Schauspielerin Sona MacDonald.

Was fasziniert Sie so an Marlene Dietrich, dass Sie sie nun noch einmal spielen?

Sie war von Teenagerzeiten an eine verrückte Leidenschaft von mir. Wenn ich die Möglichkeit habe, berühmte Frauen zu spielen, die
tatsächlich gelebt haben, geht es nie darum, diese zu kopieren, sondern mich ihnen anzunähern. Sie war ja total konträr zu meinem Wesen. Ich bin eine Folgerin, sie war eine Bestimmerin. 

Ihre stimmlichen Fähigkeiten waren eher begrenzt?

Es ist immer gefühlt und gemeint, was sie singt, und dadurch einmalig. Es ist ein eigener Stil, den sie kreiert hat. Man weiß bei ihr, ähnlich wie bei Sinatra, vom ersten Ton an, wer da singt. Das ist Wille und Talent. Das ist Magie.

Zur Person: Sona MacDonald

Geboren in Wien, studierte sie in London und debütierte an der Volksbühne Berlin. Sona MacDonald arbeitete u. a. mit Peter Stein und Peter Zadek, spielte in zahlreichen Musicals, Kino- und TV-Filmen und ist seit 2003 (wieder) Ensemblemitglied in der Josefstadt.

Zu den Spielterminen von „Engel der Dämmerung“ in den Kammerspielen des Theaters in der Josefstadt!

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