Komponist und Pianist Cy Coleman in Zahlen

Der US-amerikanische Komponist von Kult-Musical "Sweet Charity“ war ein musikalisches Wunderkind. Mit sechs Jahren stand er als Pianist das erste Mal auf der Bühne der Carnegie Hall.

von Jochen Brunner, 10. September 2020

Komponist und Pianist Cy Coleman in Zahlen
Lisa Habermann spielt ab September die Hauptrolle in Cy Colemans Musical „Sweet Charity". Foto: Barbara Palffy

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Tony-Nominierungen erhielt Colemans „Sweet Charity“ im Jahr 1966. Coleman ging leer aus, der große Sieger des Abends war „Man of La Mancha“. Es war ein gutes Jahr für den Broadway.

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Vorstellungen erreichte die Uraufführungsserie von „Sweet Charity“ nach der Premiere am 29. Jänner 1966 im New Yorker Palace Theatre. 2005 erreichte ein Broadway-Revival mit Christina Applegate 279 Vorstellungen.

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Jahre alt war Cy Coleman, als er als Pianist das erste Mal auf der Bühne der weltberühmten Carnegie Hall stand – und das obwohl sein Vater, vom ständigen Üben genervt, das Familienklavier vernagelt hatte.

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Jahre alt war er, als er sich das erste Mal öffentlich Komponist nannte.

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Prozent Anteil am New Yorker Jazz Club The Playroom waren für Coleman ein schlechtes Geschäft, da die Freunde als Gäste selten bezahlten. Aber der „Playboy“-Gründer Hugh Hefner sah Coleman dort am Klavier und bat ihn um das Titellied für seine Playboy-TV-Sendung.

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Mal hintereinander gewann Cy Coleman den Tony Award für die beste Musik eines Musicals. 1990 für „City of Angels“ und 1991 für „The Will Rogers Follies“. Seinen ersten Tony gewann er 1978 für „On the Twentieth Century“.

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Wochen hielt sich Shirley Basseys Version von „Hey Big Spender“ in den UK Top 40. Das wohl bekannteste Lied aus „Sweet Charity“ wurde unter anderem auch von Diana Ross, Peggy Lee, Cyndi Lauper und der Band Queen aufgenommen. Dagmar Kollers Version erschien 1969.

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Mal nahm Frank Sinatra das von Coleman gemeinsam mit Carolyn Leigh geschriebene Lied „Witchcraft“ auf. 1957, 1963 und 1993 als Duett mit Anita Baker.

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Produktionen liefen mit Beteiligung Cy Colemans am Broadway an. Stolz erklärte er: „Das Beste daran, am Broadway eine Show laufen zu haben, ist, dass man am Times Square einen Platz zum Pinkeln hat.“

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Rollen muss der männliche Hauptdarsteller in Colemans Revue-Musical „Little Me“ in jeder Vorstellung übernehmen. Noble Eggleston, Mr. Pinchley, Val du Val, Fred Poitrine, Toni Trapat und Prinz Rainer von und zu Sporch sind die Ehemänner der Hauptfigur Belle.

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Preludes for Piano schrieb George Gershwin vor seinem frühen Tod. Cy Coleman schrieb für einen findigen Publizisten Prelude No. 4, 5 und 6, die dieser unter Gershwins Namen vermarktete.

„Sweet Charity“: Ab 11. September in der Wiener Volksoper