Salome
Oper von Richard Strauss (Komponist)
Bild bereitgestellt von Barbara Pálffy/Volksoper Wien
Die Königstochter Salome ist der Dekadenz und Amoralität ihres Umfelds überdrüssig. Einen Gegenentwurf dazu findet sie in der Keuschheit des von ihrem Stiefvater Herodes in einer Zisterne gefangengehaltenen Propheten Jochanaan, der sie mittels auratischer Reden in den Bann zieht. Jochanaans Ablehnung steigert ihre Faszination zur Ekstase: Salome will ihn küssen. Als der ihr verhasste Herodes seiner Stieftochter im Tausch gegen einen Tanz alles verspricht, was sie sich nur wünsche, ist Salome wild entschlossen. Sie willigt ein, fordert dafür aber einen hohen Preis: den Kopf des Propheten.Luc Bondys zeitlose Inszenierung ist ein Regieklassiker des späten 20. Jahrhunderts: Nach der Premiere bei den Salzburger Festspielen 1992 von der Kritik als „höchst sublimes Familien-Kammerspiel“, das „dieses Werk selbst zum Helden macht“, und mit dem Fazit „Richard Strauss als Psychothriller“ gefeiert, wurde sie später u. a. am Londoner Royal Opera House, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel sowie an der Mailänder Scala gezeigt. Im Jahr 2023 feierte sie an der Volksoper in der szenischen Realisation von Marie-Louise Bischofberger-Bondy ihre Wien-Premiere und wird nun wieder zu erleben sein.
Location:
Volksoper Wien
Ort: Währinger Straße 78, 1090 Wien
Künstlerisches Team
Komponist
Richard Strauss
Rekreation der Inszenierung der Salzburger Festspiele 1992 von
Luc Bondy
Szenische Einstudierung
Marie-Louise Bischofberger-Bondy
Bühnenbild
Erich Wonder
Bühnenbild-Erarbeitung
Daniela Kerck
Christof Hetzer
Kostüme
Susanne Raschig
Choreographie
Lucinda Childs
Licht
Alexander Koppelmann