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Amüsement, Lebensfreude, Begeisterung. Und ein Quäntchen Staunen. Derlei positive Emotionen, getragen von Humor und Können, widerfahren einem in der Oper nicht kontinuierlich. Als Christof Loy im Jänner 2026 Pablo Lunas „Benamor“ am Theater an der Wien inszenierte, verbreitete sich die Kunde vom ebenso geistreichen wie beglückenden Abend in Windeseile. Bei der Dernière hatte sich bereits eine Art Hardcore-Fangruppe gebildet, die das Werk, trotz nicht allzu vieler festgesetzter Termine, schon mehrmals gesehen hatte. Das mutige Unterfangen einer österreichischen Erstaufführung – 103 Jahre nach seiner Weltpremiere in Madrid – war aufgegangen. Der finale Schlussapplaus geriet zur nicht enden wollenden Euphoriebekundung. Dabei hatten wohl viele der Besucher*innen den Terminus Zarzuela, unter dem „Benamor“ angekündigt worden war, erst nachschlagen müssen. Es ist im eigentlichen Sinne auch kein exakt definiertes Genre, sondern eher ein musikalischer Überbegriff.
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