Brennen, aber nicht verbrennen Sebastian Wendelin blickt heute anders auf seinen Beruf als am Beginn seiner Karriere: „Er geht nicht mehr so sehr an meine Existenz.“

Sebastian Wendelin: Ein narrisch guter Typ

Sarah Wetzlmayr, 15.06.2023

Aus Hermiones Zauberreich geht es für Sebastian Wendelin direkt auf Prosperos Zauberinsel. Immer mit dabei: eine kleine Dosis Narrentum und eine große Portion entfesselter Fantasie.

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Er sei „noch ganz fritschig“, sagt Sebastian Wendelin und lehnt sich dabei lachend nach vorn. Wir sitzen im Gastgarten des Café Sperl, und der Neologismus, den der Schauspieler gerade aus seinem (nicht vorhandenen) Hut gezaubert hat, ist eine Ableitung des Namens jenes Regisseurs, mit dem der Schauspieler in den vergangenen Wochen sehr viel Zeit verbracht hat: Herbert Fritsch. In dessen Inszenierung der Raimund-Posse „Die gefesselte Phantasie“ ist der im Weinviertel aufgewachsene Schauspieler als Harfenist Nachtigall zu sehen – wobei im Falle Sebastian Wendelins „erleben“ der deutlich passendere Infinitiv wäre.

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