Johanna Sophia Baader, Sebastian Thiers, Lukas Haas und Nataya Sam in „Staatsfragmente“. Noch bis 31. Jänner im Theater Drachengasse.

Machtspiel: „Staatsfragmente“ im Theater Drachengasse

Sarah Wetzlmayr, 14.01.2026

Valerie Voigt bringt im Theater Drachengasse Kiki Miru Miroslava Svolikovas Kurzdrama „Staatsfragmente“ zur Uraufführung. Ein Abend, der unter anderem aufzeigt, was für „Nackabatzis“ Machthabende ohne ihre Insignien und Symbolpolitik sind. Voigts Loop-Struktur und Svolikovas absurde Poesie entfalten einen Sog, dem man sich schwer entziehen kann.

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Es ist sind scheinbar banale Fragen, die den König in Kiki Miru Miroslava Svolikovas Kurzstück „Staatsfragmente (Ein Königsmärchen)“ umtreiben: Wenn er sich dem Volk schon bald zeigen möchte, sollte er das mit Verkleidung oder lieber ohne tun? Als Gleicher oder doch als Ungleicher? Was hat die Bekleidung eines mächtigen Amtes überhaupt mit Verkleidung zu tun? Welche Nackabatzis sind viele Herrscher*innen tatsächlich, wenn es abseits der Symbolpolitik um Führungsqualitäten geht? Rund um diese Fragestellungen entspinnt sich ein poetischer Diskurs über die Mechanismen von Macht und Repräsentation wie auch über Loyalität und Verrat.

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