„Der Gefängnis­raum meiner ­Inszenierung ist eine Metapher für die bornierte, zusammengeschrumpfte und ­dogmatische Welt", sagt der Regisseur über seine Inszenierung.

Kirill Serebrennikov: Die Idee der Freiheit

Redaktion, 30.04.2021

Es ist die wohl umstrittenste Opern-Inszenierung des Jahres: Wagners „Parsifal“ unter der Regie von Kirill Serebrennikov. „Was haben Sie sich dabei gedacht?“, haben wir den russischen Regimekritiker gefragt. Hier seine Antwort.

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Am Ende seiner Laufbahn unternimmt Wagner in einem „Bühnenweihfestspiel“ einen Rückblick auf sein gesamtes künstlerisches Schaffen: Amfortas ist der „gesteigerte Tristan“, in Parsifal ist Wagners Siegfried-Gestalt im doppelten Wortsinne aufgehoben, Kundry ist eine Reinkarnation von Erda, Brünnhilde und Venus zugleich, in Klingsor sind Züge von Alberich und Wotan, Hagen und Beckmesser vereint. Wagner beschwört die musikalische Aura dieser Gestalten und führt sie einer letzten Verfeinerung und Sublimierung zu.

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