Omer Meir Wellber in der Volksoper Wien. Bis Ende 2023 war er hier Musikdirektor.

KaiserRequiem: Nur der Tod hat überlebt

Klaus Peter Vollmann, 20.01.2025

Musikalische Wahlverwandtschaft. Omer Meir Wellber verschränkt Viktor Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“ mit Mozarts Requiem d-Moll. Andreas Heise erweitert um den Faktor Tanz: „KaiserRequiem“ – eine künstlerische Fusion, die zeigt, dass Visionen unbedingt in die Oper gehören.

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Mut haben. Groß denken. Wer Omer Meir Wellber kennt, weiß, dass ihm die künstlerische Eigenständigkeit, basierend auf einem Fundament musikalischer Präzision, über alles geht. Wohl kein anderer Dirigent käme auf die Idee, zwei so unterschiedliche Werke wie Viktor Ullmanns Kammeroper „Der Kaiser von Atlantis“ und Wolfgang Amadeus Mozarts im Angesicht des nahen eigenen Todes geschriebenes, aber nicht mehr vollendetes Requiem d-Moll miteinander zu verschmelzen. Dazu bedarf es eines kreativen Freigeists. Das „KaiserRequiem“ getaufte Konglomerat wurde 2022 in Palermo uraufgeführt und kommt nun –modifiziert und erweitert um ein durchgängiges Ballett – in einer szenischen Fassung an die Volksoper, wo Omer Meir Wellber zuletzt mit Ella Milch-Sheriffs Oper „Alma“ einen Triumph feiern durfte.

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