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Wien ist manchmal ein seltsamer Ort. Jetzt, wo Martin Kušejs Amtszeit in die letzte Saison geht, begegnen selbst die härtesten Kritiker*innen mit ungewohnter Zärtlichkeit dem Burgtheater-Direktor. Man darf es nicht falsch interpretieren. Der Wiener war schon immer verliebt in das Dahinscheiden. In „a scheene Leich“. Ebenso wenig überraschend, dass Kušej keine besondere Lust hat, ruhig am Fiaker sitzen zu bleiben, und das mit der Ruhe ist auch so eine Sache. Selbst wenn Kušej nichts sagt, ist es nicht ruhig. „Es gibt manchmal nur deswegen schon einen falschen Eindruck, weil ich mit meiner Größe und meinem Gewicht in einen Raum komme. Ich habe eine Verdrängung, die mir selber nicht so bewusst ist, die aber offensichtlich zu einer gewissen Irritation führen kann. Aber ich bin nicht so. Ich will nur spielen.“
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