Zwischen zwei Proben und vielen Kleidungsstücken. Kostümbild­nerin Esther Geremus ist dort zu finden, wo geprobt wird – zum Beispiel in den Proberäumlichkeiten des Burgtheaters im Wiener Arsenal.

Der Stoff, aus dem die Träume sind

Sarah Wetzlmayr, 11.07.2023

Auf der Probebühne werden Universen erschaffen und Welten auf den Kopf gestellt. Es werden Dinge ausprobiert, Rollen anprobiert und wieder abgestreift. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet Kostümbildnerin Esther Geremus.

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Im Wiener Arsenal, wo das Burgtheater seine Probebühnen beheimatet, wird so ziemlich alles auf die Probe gestellt – einzelne Sätze, Regieeinfälle, musikalische Arrangements, von Autor*innen erdachte Universen und natürlich auch die Welt als solche. Kurz: Es ist ein Ort des Ausprobierens. Aber auch des Anprobierens, wie bei unserem Treffen mit Kostümbildnerin Esther Geremus deutlich wird. Kleiderstangen mit Kostümteilen, die sie im Fundus der Bundestheater Holding aufgespürt hat, füllen die Gänge im ersten Stockwerk des Gebäudes. Seit rund zwei Wochen wird hier Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ geprobt, Barbara Frey führt Regie. „Ich entwickle die Kostüme parallel zur Probenarbeit und in enger Zusammenarbeit mit der Regisseurin und den Darsteller*innen. Wir sind zwar noch relativ am Anfang, haben bei einigen Figuren jedoch bereits einen roten Faden gefunden, der es uns ermöglicht, abzuschätzen, ob wir mit Stücken aus dem Fundus auskommen oder etwas anfertigen lassen müssen“, erzählt sie.

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