Auf der Bühne essen? Geht gar nicht, so ein gängiger Theater-Aberglaube. Es sei denn, es gehört – wie bei der „Zauberflöte“ im Burgtheater – zur Inszenierung.

Aberglaube im Theater: Da pfeift fast niemand darauf

Redaktion, 20.07.2023

Wer sich bei „Toitoitoi“ bedankt, auf der Bühne isst oder gar in Mantel und Hut auf die Bühne kommt, hat Schlimmstes zu befürchten. Viele dieser Rituale und Aberglauben haben sich bis heute gehalten. Doch woher kommen sie eigentlich?

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„Von all den Spielarten des Theateraberglaubens nehme ich eigentlich nur eine einzige ernst: nie auf der Bühne pfeifen! Das stammt übrigens aus einer Zeit, als es noch Gasleuchten im Theater gab. Ein pfeifender Ton konnte einfach verraten, dass Gas aus einer defekten Leitung ausströmte. Da konnte das ‚Pfeifen‘ tatsächlich großes ­Unglück bedeuten“, erzählte uns Josefstadt-Ensemblemitglied Sandra Cervik vor einigen Jahren in einem Interview. Ein anderer möglicher Ursprung des bekannten Theater-Aberglaubens sei, dass sich die Bühnenarbeiter im Schnürboden früher mit Pfiffen verständigen mussten. „Und wenn jemand unten gepfiffen hat, hätte das fatale Folgen haben können, weil etwas ausgelöst wird“, berichtet Josef E. Köpplinger, Intendant des Münchner Gärtnerplatz Theaters, gegenüber BR Klassik.

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