Bald geht's wieder los in Wien. Das Raten, wer der/die neue Direktor*in des Volkstheaters wird. Thomas Gratzer, Direktor des Rabenhof-Theaters, ist jener Mann dem (fast) die ganze Stadt den Job zutrauen würde – vor allem, weil er im Rabenhof seit Jahren zeigt, wie man Volkstheater im Gemeindebau zu einem Publikumsmagneten machen kann – aber irgendwie blieb seine Bewerbung so oft irgendwo zwischen 3. Bezirk und Rathaus hängen, dass er keine mehr abschicken wird (oder doch?).

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Wird also der Kurs Kay Voges fortgesetzt? Bleibt das Volkstheater ein Theater-Labor oder übernimmt diese Rolle das Theater am Werk (vormals Werk X) unter der großartigen neuen Leitung von Esther Holland-Merten und wird das Volkstheater dafür….

Wer von den üblichen Verdächtigen wird sich überhaupt bewerben? Wer wird gefragt und bewirbt sich erst dann? So viele Fragen, die ins Nichts führen. Daher bleiben wir bei dem, was Bewerber*innen unbedingt können sollten. Steht alles in der Ausschreibung, die dieser Tage auf der Homepage des Volkstheaters unter der Rubrik Jobs auftauchte. Sie sollten auf jeden Fall „eine teamorientierte Persönlichkeit sein, die für ein zeitgenössisches, politisches Theater mit einer unverwechselbaren Handschrift steht und über eine geeignete künstlerische und organisatorische Leitungserfahrung verfügt“.

Ab hier zitieren wir aus dem Original, denn besser könnten es auch wir nicht schreiben:

Die neue Leitung hat Interesse an...

  • der erfolgreichen Positionierung des Volkstheaters innerhalb der deutschsprachigen und im Besonderen der Wiener Theaterlandschaft als Ort mit überregionaler Strahlkraft.
  • einem Spielplan, der Begegnungen mit klassischer und gegenwärtiger Literatur ermöglicht, offen für neue Erscheinungsformen des Gegenwartstheaters ist und Produktionen österreichischen Ursprungs fördert.
  • einem intensiven Austausch mit dem Publikum, der Gewinnung neuer Publikumsschichten, der Erweiterung und Pflege des Stammpublikums.
  • zeitgemäßen Vermittlungsprogrammen.
  • neuen Theaterformen sowie an der Auseinandersetzung mit der Stadt und der lokalen, urbanen Gesellschaft.
  • der Entwicklung von überzeugenden künstlerischen Arbeiten im Zusammenspiel mit internationalen und nationalen Partner*innen, die der Größe des Hauses gerecht werden.
  • einer zielorientierten Zusammenarbeit mit der kaufmännischen Leitung unter Berücksichtigung der verfügbaren Budgets.
Volkstheater Saison 2023/24

Volkstheater 2023/24: Es ist angerichtet!

Mit einem Wien-Schwerpunkt, einem runden Geburtstag in den Bezirken und einer Kampagne, die sich gewaschen hat, stürzt sich das Volkstheater in die Spielzeit 2023/24. Wir waren beim Shooting vor Ort zum Essen geladen. Weiterlesen...

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Die neue Leitung verfügt über...

  • sehr gute Branchenkenntnisse und Kenntnis der einschlägigen Theaterliteratur.
  • eine ausgezeichnete Vernetzung im nationalen und internationalen Kulturleben.
  • die Befähigung zur Umsetzung künstlerischer sowie wirtschaftlicher Zielsetzungen.
  • ausgewiesene Kompetenz in der teamorientierten, wertschätzenden Führung, integrative Fähigkeiten im Umgang mit Mitarbeiter*innen sowie Künstler*innen und ermöglicht ein vertrauensvolles Arbeitsklima.
  • Verhandlungserfahrung und -geschick in künstlerischen und administrativen Angelegenheiten.
  • Kreativität und besonderes Engagement im Ausbau des Bereichs Development und Sponsoring.
  • Erfahrung im Audience Development unter Berücksichtigung innovativer Vermittlungsformate“.

So. Zitat Ende. Wenn all das und noch mehr auf Sie zutrifft: Dann bewerben Sie sich bis 10. Dezember 2023 unter stiftung@volkstheater.at Vermerk: „Vertraulich“ (steht genau so in der Ausschreibung, haben nicht wir erfunden).

Falls Sie uns bcc setzen würden, dann wäre das sehr nett, weil wir dann - ohne Recherche - auf dem Laufenden bleiben würden. Wir wissen, dass ist ein seltsamer Wunsch, aber versuchen können wir es ja. redaktion@buehne-magazin.com

Wir wünschen Ihnen viel Glück!